Im Westend Nord gilt ab sofort Parkpflicht: Ticket oder Bewohnerparkausweis sind Pflicht. Alle Infos zu Preisen, Übergangsphase und dem neuen Frankfurter…
Frankfurt macht ernst: Im nördlichen Westend ist Schluss mit kostenlosem Parken! Die Stadt hat das Bewohnerparkgebiet 16 offiziell in Betrieb genommen – und das bedeutet für alle Autofahrerinnen und Autofahrer in der Zone: Ticket ziehen oder Bewohnerparkausweis vorweisen. Es ist die zwölfte von insgesamt rund 40 Zonen, die stadtweit auf das neue System umgestellt werden.
Die neue Regelung gilt für das gesamte Areal zwischen Siesmayerstraße, Grüneburgweg, Fürstenbergerstraße, Reuterweg und Bockenheimer Landstraße. Bewirtschaftet wird die Zone montags bis freitags von 7 bis 22 Uhr. Wer einen gültigen Bewohnerparkausweis für die Zone 16 besitzt, darf dort jetzt überall kostenlos parken – auf beiden Straßenseiten. Das ist neu, denn bisher war nur eine Seite für Bewohnerinnen und Bewohner reserviert, während die andere kostenlos für alle zugänglich war.
Wer kein Anwohnerticket hat, muss an den neuen Automaten oder per Park-App zahlen. Die Preise:
An den Automaten könnt ihr mit EC-Karte und NFC bezahlen. Eine Kennzeicheneingabe ist zwar bereits technisch vorhanden, aber noch nicht freigeschaltet. Gewerbetreibende und Handwerksbetriebe müssen übrigens keine Tickets lösen – für sie gibt es eigene Parkausweise.
Keine Panik, wenn ihr die neue Regelung noch nicht auf dem Schirm hattet: Es gibt eine zweiwöchige Übergangsphase. Die Verkehrspolizei kontrolliert das Gebiet zwar bereits seit Mittwoch, dem 9. September, verteilt aber zunächst nur blaue Hinweiskarten statt Bußgeldbescheide. Ab Donnerstag, dem 24. September, wird dann regulär geahndet. Also: Rechtzeitig informieren und Ticket nicht vergessen!
Eine echte Innovation im Westend Nord ist das sogenannte „Frankfurter Kästsche“. Wenn ein Gehweg schmaler als 2,20 Meter ist, wird der Parkscheinautomat kurzerhand auf der Straße platziert – umgeben von drei Fahrradbügeln und zwei Pollern. So bleiben die Bürgersteige frei, und Radfahrende profitieren gleichzeitig von zusätzlichen Abstellmöglichkeiten. Laut Heiko Nickel vom Mobilitätsdezernat soll dieses Konzept künftig in allen neuen Bewohnerparkgebieten Anwendung finden.
Das Ziel der Stadt ist klar: Die neue Regelung soll Parksuchverkehr reduzieren und das Quartier übersichtlicher machen. Nur noch Anfang und Ende der Zone werden ausgeschildert – die bisherigen Schilder entlang der Straßen werden abgebaut. Wer einen Parkplatz sucht, soll schneller fündig werden. Zusätzlich plant die Stadt, Straßenecken und Einmündungen durch Poller, Radbügel und Sperrflächen freizuhalten, damit geparkte Fahrzeuge nicht die Sicht behindern.
Hintergrund ist unter anderem der Luftreinhalteplan zur Vermeidung von Dieselfahrverboten. Das Verwaltungsgericht Wiesbaden hat entschieden, dass Frankfurt zur Einhaltung der Stickoxidgrenzwerte kostenlosen Parkraum teilweise oder ganz abschaffen muss. Seit Anfang 2020 werden Frankfurts Bewohnerparkgebiete schrittweise umgestellt – gestartet war das Ganze damals in Bornheim. Mit dem Gebiet 16 sind nun zwölf von rund 40 Zonen bewirtschaftet. Die nächsten Gebiete sollen laut Nickel zeitnah folgen.






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