Der Heimatverein Pour l’Yseboursch in Neu-Isenburg kämpft für den Wiederaufbau des historischen Dorfbrunnens – mit einer Petition und rund 200 Unterstützern.
Manchmal braucht es einfach Menschen, die für ihre Heimat eintreten. Genau das macht der Heimatverein Pour l’Yseboursch in Neu-Isenburg gerade – und das mit ordentlich Nachdruck! Der Verein hat eine Petition gestartet, um den historischen Dorfbrunnen auf dem Marktplatz im Alten Ort wieder zum Leben zu erwecken. Bisher konnten rund 200 Befürworter gewonnen werden. Und das ist erst der Anfang!
Der Brunnen auf dem Neu-Isenburger Marktplatz hat eine lange Geschichte – auch wenn die genauen Ursprünge laut Stadtarchivar Andreas Greim nicht vollständig bekannt sind. Er beruft sich dabei auf den Heimatforscher Georg Blaum und geht davon aus, dass unmittelbar nach der Ansiedlung im Jahr 1699 mit dem Ausschachten begonnen wurde. Wenige Jahre später wurde an gleicher Stelle das sogenannte Hugenottenrathaus errichtet. Nachdem dieses 1876 abgerissen worden war, wurde auch der Brunnenschacht zugeschüttet.
Seitdem fehlt dem Marktplatz dieses wichtige Stück Geschichte. Der Verein Pour l’Yseboursch will das ändern – und hat dafür klare Argumente auf seiner Seite: Die Rekonstruktion des Brunnens soll das kulturelle Erbe der Stadt bewahren und den Marktplatz als Lern- und Begegnungsort stärken. Dazu kommt ein wirtschaftlicher Aspekt, den der Verein in seinem Schreiben betont: „Vorbildprojekte in anderen Städten zeigen, dass die Erhaltung und Wertschätzung historischer Orte nicht nur das Stadtbild verschönern, sondern auch positive wirtschaftliche Impulse setzen können.“ Außerdem stellt der Verein klar: Feste auf dem denkmalgeschützten Platz würden durch den kleinen Dorfbrunnen nicht eingeschränkt.
Warum gerade jetzt? Weil die Stadt Neu-Isenburg den Marktplatz ohnehin barrierefreier gestalten möchte und dafür bereits ein Lübecker Architekturbüro beauftragt hat. Für den Verein Pour l’Yseboursch ist das die Chance schlechthin: Sie wollen, dass der Wiederaufbau des Brunnens direkt in diese Planungen einfließt – und machen mit ihrer Petition genau darauf aufmerksam.
Gesammelt wird sowohl online als auch analog. Wer die Initiative unterstützen möchte, findet die Petition im Internet auf change.org. Jede Unterschrift zählt!
Der Einsatz des Vereins Pour l’Yseboursch zeigt: Lokales Engagement macht einen Unterschied. Wer den Klang seiner Heimat kennt und schätzt – ob in Frankfurt oder im Main-Gebiet – weiß, wie wichtig es ist, Geschichte lebendig zu halten. Der historische Dorfbrunnen in Neu-Isenburg könnte genau so ein lebendiges Zeichen werden: für Erinnerung, Begegnung und Stolz auf die eigene Region.
Also: Schau rein, informier dich und mach mit – denn solche Projekte entstehen nur, wenn viele gemeinsam anpacken!






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