
Der Massenheimer Schwarzerlenpfad in Bad Vilbel führt auf 4,5 km durch Auen, an drei Kirchen vorbei und zu einem versteckten Garten.
Ihr liebt Frankfurt und die Region? Dann haben wir genau den richtigen Tipp für euer nächstes Wochenende! Der Massenheimer Schwarzerlenpfad in Bad Vilbel ist einer von acht Wanderwegen der Stadt – und er hat so einiges zu bieten. Viereinhalb Kilometer durch Auen, vorbei an alten Bäumen, beeindruckenden Kirchen und einem versteckten Garten, der euch garantiert überrascht. Der Sound der Weltstadt mal auf Pausetaste drücken und einfach durchatmen – genau dafür ist dieser Weg gemacht!
Los geht es am Harheimer Weg entlang des Erlenbachs direkt in die Auen. Wer auf die erste namensgebende Schwarzerle wartet, braucht ein bisschen Geduld – sie zeigt sich erst kurz vor der Brücke an der Mühlstraße. Bis dahin gibt es aber jede Menge andere Baumschönheiten zu entdecken: Europäischer Spitzahorn, Stileichen, ahornblättrige Platanen und Silber-Linden spenden im Hochsommer herrlichen Schatten. Das Beste daran? An jedem Baum erklärt ein Schild, was da eigentlich wächst. App braucht ihr also keine!
An der Strecke entlang des Erlenbachs gibt es außerdem Auenkunst zu bewundern. Besonders auffällig ist aktuell ein großer „Holzkoffer“ kurz vor dem geschmückten Römerbrunnen. Wer die Augen offen hält, wird hier definitiv belohnt.
Gut ausgeschildert führt der Weg weiter über Nebenwege und reine Fußgängerpfade – viele davon selbst für Einheimische eine Entdeckung. Vorbei an der 2015 fertiggestellten Syrisch-orthodoxen Kirche von Antiochien Maria Mutter-Gottes in Bad Vilbel geht es zum Apfelkreisel. Dessen Bronzeapfel steht als Symbol für die traditionsreiche Obstkultur Massenheims – und die spielt auch im frisch herausgeputzten Heimatmuseum eine Rolle: Die Ausstellung „Vom Apfel zum Apfelwein“ ist eines der Themen dort. Sonntags betreiben Massenheimer Vereine sogar ein Museumscafé. Wusstet ihr übrigens, dass im Museum auch eine Nebenstelle des Standesamts untergebracht ist?
Gleich neben dem Museum wartet dann die wohl schönste Überraschung des Weges: ein kleiner, liebevoll gepflegter Garten, der von außen kaum zu sehen ist. Üppige Hortensien, hübsche Rosen, schattige Bäume – eine echte „Insel der Ruhe“, mitten in Massenheim. Wer daran bisher immer vorbeigegangen ist, ohne es zu merken: Ihr seid nicht allein!
Der kleine Platz vor dem Heimatmuseum trägt den Namen Elisabeth Apfel – eine Massenheimerin, ehemalige Landesvorsitzende der hessischen Hebammen und eine der ersten Frauen, die das Bundesverdienstkreuz erhielten. Solche Geschichten machen diesen Weg zu mehr als nur einem Spaziergang.
Weiter geht es zum Dorfplatz, wo jeden Mittwochnachmittag der Wochenmarkt stattfindet – mit Wein und Brezelbub inklusive. Wer standhaft bleibt, spart sich die Pause für das Hofcafé am südlichen Ortsrand, das sich nach dem Stück quer durchs offene Feld wunderbar für eine Erfrischung eignet. Danach führt der Weg über den Harheimer Weg an der katholischen Kirche vorbei zurück in den Ort und zum Ausgangspunkt.
Drei Kirchen, eine Syrisch-orthodoxe, eine evangelische Friedenskirche in der Ortsmitte und eine katholische – der Schwarzerlenpfad verbindet sie alle auf einer einzigen Runde. Laut offizieller Beschreibung schafft ihr die viereinhalb Kilometer in eineinhalb Stunden. Aber mal ehrlich: Mit so viel zu sehen und zu lesen wird es wohl etwas länger. Und das ist gut so!
Ob ihr aus Frankfurt, dem Main-Gebiet oder direkt aus Bad Vilbel kommt – der Massenheimer Schwarzerlenpfad ist ein toller Ausflug für alle, die Natur, Geschichte und ein bisschen lokale Kultur kombinieren wollen. Also Laufschuhe schnüren, Sonnencreme einpacken und losziehen. Das beste Programm im Main-Gebiet findet manchmal einfach draußen statt!






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