
Das 1:1 gegen Paris St. Germain reicht nicht – Eintracht Frankfurt Frauen müssen im Rückspiel in Paris gewinnen, um die Champions League zu erreichen.
Was für ein Abend am Brentanobad – und was für ein bitteres Ergebnis! Die Eintracht Frankfurt Frauen haben das Hinspiel der dritten Qualifikationsrunde zur Champions League gegen Paris St. Germain mit 1:1 beendet. Das Remis klingt auf den ersten Blick okay, hätte aber deutlich besser ausgehen können. Vor allem Hanna Bennison dürfte in dieser Nacht schlecht schlafen – doch dazu gleich mehr.
Schon vor dem Anpfiff war die Stimmung heiß. Wer unseren früheren Beitrag zur Kampfansage von Trainer Niko Arnautis gelesen hat, weiß: Die Eintracht-Frauen wollten Paris wehtun – und genau das haben sie über weite Strecken auch versucht.
Der Start war ein absoluter Traum! Larissa Mühlhaus eroberte den Ball direkt am gegnerischen Strafraum, blieb eiskalt und netzte zum 1:0 ein – das war gerade mal die 4. Minute! Das Stadion am Brentanobad bebte. Doch die Freude hielt nicht lange: Nur drei Minuten später traf Naomie Feller für die Gäste aus Paris und stellte auf 1:1. Damit war der Schwung der Eintracht erst mal gebremst.
In der Folge entwickelte sich ein ausgeglichenes Spiel, in dem Paris rund um die 30. Minute zunehmend die Kontrolle übernahm. Merveille Kanjinga vergab dabei gleich zwei gute Chancen für die Französinnen. Auf der anderen Seite hatte Laura Freigang die beste Frankfurter Möglichkeit der ersten Hälfte – doch auch sie blieb ohne Erfolg. Glück hatten die Hessinnen außerdem, als ein Ellenbogencheck von Mühlhaus nicht als Elfmeter geahndet wurde.
Die zweite Hälfte gehörte dann klar der Eintracht. Die Arnautis-Elf drückte, schnürte Paris in der eigenen Hälfte ein und zeigte, dass sie auf diesem Niveau absolut mithalten kann. Und dann kam die Szene des Abends – leider keine zum Jubeln: Hanna Bennison zog nach einem schönen Konter direkt ab, wollte schon jubeln, doch der Ball prallte erst an den rechten Innenpfosten, dann an den linken Innenpfosten – und trudelte zurück ins Feld. Doppeltes Pfosten-Pech in einer Szene! Damit war die große Chance auf die Führung futsch.
Ereleta Memeti sorgte in der Schlussphase noch für den letzten großen Aufreger, als sie sich auf der rechten Außenbahn gegen mehrere Gegenspielerinnen durchsetzte – doch auch ihr Sololauf blieb ohne Torerfolg. Am Ende stand das 1:1, mit dem Paris wohl besser leben kann als Frankfurt.
Nach zwei gescheiterten Versuchen in der Champions-League-Qualifikation in den vergangenen Jahren wollte es die Eintracht diesmal unbedingt schaffen. Kapitänin Laura Freigang und ihr Team gehen mit breiter Brust in das Rückspiel – das war schon vor dem Hinspiel klar und gilt jetzt erst recht. Doch die Aufgabe ist klar: Im Rückspiel kommenden Mittwoch um 18:30 Uhr in Paris muss ein Sieg her. Nichts weniger reicht, um das Ticket für die Gruppenphase der Champions League zu lösen.
Das wird kein Spaziergang – aber die Eintracht-Frauen haben gezeigt, dass sie Paris auf dem Niveau fordern können. Der Glaube ist da, die Qualität auch. Jetzt muss das Glück nur noch auf die richtige Seite wechseln. Frankfurt, drückt die Daumen! 💪






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