
„Freitags am Frosch“ in Zeilsheim hat nach monatelangem Behördenstreit endlich alle Genehmigungen.
Nach monatelangem Behörden-Marathon ist es endlich offiziell: Die beliebte Veranstaltungsreihe „Freitags am Frosch“ am Froschbrunnen in Zeilsheim darf weitermachen – und zwar mit allen notwendigen Genehmigungen im Gepäck! Für alle, die den Stadtteil lieben und Nachbarschaft leben wollen, ist das eine richtig tolle Nachricht.
Das Format ist so simpel wie genial: Ein 3-mal-3-Meter-Pavillon, ein paar Tische, gute Gespräche und ein Getränk gegen Spende – mehr braucht es nicht. Jeden Freitag von 17 bis 19 Uhr treffen sich Zeilsheimerinnen und Zeilsheimer am Froschbrunnen, lernen lokale Vereine kennen und tauschen sich aus. Wöchentlich wechselnde Vereine informieren dabei über ihr Ehrenamt und gewinnen neue Mitglieder. Kein großes Event, kein Jahrmarkt – sondern ein kleines, feines Stück gelebtes Miteinander im Stadtteil.
Vereinsringvorsitzende Sonja Müller bringt es auf den Punkt: „Es geht um ein kleines, feines, wöchentliches Angebot von nur zwei bis drei Stunden am Nachmittag, nicht um ein großes Event.“ Und genau das macht das Format so besonders – und so wertvoll für Zeilsheim.
Dass es so weit kommen konnte, war alles andere als selbstverständlich. Seit vergangenem Jahr suchten die Organisatorinnen und Organisatoren des Vereinsrings Zeilsheim gemeinsam mit verschiedenen Ämtern nach einem rechtlich einwandfreien Weg. Das Problem: Kein bestehendes Behördenformular passte so richtig zu diesem einzigartigen Format. Das Amt für Sondernutzung, das Mobilitätsdezernat, das Servicecenter Frankfurt – alle hatten ihre eigenen Vorgaben, die eher auf Straßenfeste oder größere Veranstaltungen zugeschnitten waren.
Im Laufe des Prozesses gab es auch eine wichtige Einschränkung: Der unentgeltliche Ausschank wurde explizit verboten, da die Bestimmungen des zuständigen Amts einen solchen Ausschank nicht vorsehen. Getränke werden deshalb weiterhin gegen Spende ausgegeben – der Gemeinschaftsgedanke bleibt aber voll erhalten.
Inzwischen haben sich neben den direkt betroffenen Ämtern auch die Stabstelle Ehrenamt, das Mobilitätsdezernat und das Amt des Oberbürgermeisters für das Format starkgemacht. Sogar Oberbürgermeister Mike Josef persönlich setzte sich dafür ein, dass Zeilsheims Vereine und Besucherinnen und Besucher rechtlich einwandfrei gemeinsam feiern können.
Und als wäre die Genehmigung nicht schon Grund genug zur Freude, gibt es noch mehr zu feiern: Ein Chor wird – natürlich gemäß den behördlichen Auflagen – a cappella am Brunnen singen. Außerdem wird am 18. September das „Frankfurter Zweierlei“ musikalisch zum Miteinander am Brunnen beitragen und die Reihe weiter bereichern. Das klingt nach einem echten Erlebnis!
„Freitags am Frosch“ ist mehr als nur eine Veranstaltungsreihe. Wie Sonja Müller sagt: „Es ist ein Stück Zeilsheimer Identität, ein Treffpunkt für Jung und Alt, für Vereine und Nachbarn, für Alteingesessene und Zugezogene.“ Und genau das macht dieses Format zu einem echten Vorbild – für Zeilsheim, aber auch für ganz Frankfurt.
Der lange, oft mühsame Weg durch die Behörden hat sich gelohnt. Was viele für unmöglich hielten, ist jetzt Realität: eine passgenaue, rechtssichere Genehmigung für ein kleines, aber wichtiges Format des Zusammenlebens. Das zeigt, dass ehrenamtliches Engagement, bürgerschaftliche Beteiligung und eine kooperative Verwaltung gemeinsam wirklich etwas bewegen können.
Also, Zeilsheim: Kommt vorbei, lernt eure Vereine kennen und genießt ein Stück echter Nachbarschaft – jeden Freitag ab 17 Uhr am Froschbrunnen. Ganz legal, ganz offiziell und ganz im Sinne des Frankfurter Miteinanders. Der Sound der Weltstadt lebt auch in kleinen, feinen Momenten wie diesen – und Radio Frankfurt ist dabei!






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