
Das Bibelhaus Erlebnismuseum Frankfurt lässt dich per VR-Brille ins erste Jahrhundert reisen. Die Ausstellung läuft bis 1. November in der Metzlerstraße 19.
Stell dir vor, du setzt eine Computerbrille auf – und plötzlich stehst du mitten im antiken Ephesus, Korinth oder Jerusalem. Genau das macht das Bibelhaus Erlebnismuseum Frankfurt gerade möglich! Die Sonderausstellung „VR-Reise mit Paulus – Münzen aus aller Welt vor 2000 Jahren“ verbindet echte antike Münzen mit modernster Virtual-Reality-Technologie. Das Ergebnis: Ein absolutes Highlight für Frankfurt und den ganzen Main-Gebiet!
Neun Originalmünzen – jede davon kaum größer als ein Fingernagel – stehen im Mittelpunkt der Ausstellung. Sie stammen aus Städten wie Korinth, Thessaloniki, Antiochien, Tarsus und Ephesus und erzählen von den Reisen des Apostels Paulus. Wer möchte, kann sie natürlich in den Vitrinen bewundern. Aber der echte Spaß beginnt, wenn du dir die VR-Brille aufsetzt!
Museumsdirektor Veit Dinkelaker bringt es auf den Punkt: Münzen seien das schwierigste Medium für eine Ausstellung – schließlich sind sie so klein. Doch dank hochauflösender, dreidimensionaler Scans der Universität Tübingen lassen sich die Münzen im virtuellen Raum in jede Richtung drehen und beliebig vergrößern. So sieht man plötzlich jedes Detail – vom abgebildeten Kaiser bis zum antiken Tempel.
Im virtuellen Museum kannst du dich mit zwei Hand-Controllern durch die dreidimensionalen Räume bewegen, Infos abrufen und die Münzen aus nächster Nähe betrachten. Noch cooler: Du kannst dich direkt nach Jerusalem, Tarsus und Korinth teleportieren lassen!
Zum Abschluss jeder Station warten kleine Spielsequenzen auf dich – und die haben es in sich:
Wer denkt, Münzkunde sei trocken und langweilig, wird hier eines Besseren belehrt!
Schon zum zweiten Mal arbeitet das Frankfurter Bibelmuseum mit der Universität Tübingen zusammen. Die Technik stammt aus dem Sonderforschungsbereich „Andere Ästhetik“. Programmiert hat die VR-Anwendung Luca Dreiling, der sich in seiner Masterarbeit mit der musealen und wissenschaftlichen Nutzung von Virtual Reality beschäftigt hat.
Dreiling findet einen unterhaltsamen Blickwinkel auf die alten Münzen: Sie zeigten durch das abgebildete Konterfei, „wer gerade Boss ist“ – quasi die Klatschpresse der Antike. Und Museumsdirektor Dinkelaker ergänzt mit einem modernen Stichwort: „Follow the money“. Denn Paulus betrieb bei den frühchristlichen Gemeinden aktiv Fundraising – er sammelte Geld für die verarmte Urgemeinde in Jerusalem. Damit legte er die Urform der Kollekte fest und schuf eine neue Gemeinschaft zwischen Juden und Nichtjuden.
Die Ausstellung läuft noch bis zum 1. November und ist dienstags bis samstags von 10 bis 17 Uhr sowie sonntags von 14 bis 18 Uhr geöffnet. Zum Museumsuferfest kommt außerdem ein Team des Bibellabors Canstein aus Berlin, das die Bibel in die Minecraft-Welt verlegt. Und am 15. September spricht Aleksandra Brand von der Universität Tübingen über Geld im Neuen Testament.
Das Bibelhaus Erlebnismuseum findet ihr in der Metzlerstraße 19 in Frankfurt. Also – VR-Brille auf, Controller in die Hand und ab in die Vergangenheit! Das ist der Sound der Weltstadt Frankfurt. Jetzt reinhören und mehr über das beste Programm im Main-Gebiet erfahren – nur auf radiofrankfurt.de!






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