Die Asiatische Tigermücke breitet sich in Frankfurt aus – sieben Stadtteile sind betroffen. Was das bedeutet und wie ihr euch schützen könnt, lest ihr hier.
Frankfurt, wir müssen reden! Die Asiatische Tigermücke ist auf dem Vormarsch – und zwar mitten bei uns. Das Gesundheitsamt der Stadt hat bestätigt: In diesem Jahr wurde die schwarz-weiß gestreifte Mücke bereits in sieben Frankfurter Stadtteilen nachgewiesen. Im Vorjahr waren es noch drei. „Unsere Auswertungen deuten auf eine signifikante Ausdehnung der Tigermücken-Population in Frankfurt hin“, so das Gesundheitsamt. Seit dem ersten Einzelnachweis 2018 hat sich die Lage also spürbar verändert.
Im vergangenen Jahr tauchte die Tigermücke in Nordend, Ostend und Riederwald auf. Dieses Jahr wurde sie gleich in deutlich mehr Stadtteilen gesichtet: im Nordend, am Flughafen, in Niederrad, Bonames, Bockenheim, Gallus und Griesheim. Bewohnerinnen und Bewohner im westlichen Teil des Frankfurter Nordends haben sogar bereits einen Brief vom Gesundheitsamt erhalten – mit dem Hinweis, dass die tagesaktive Mückenart in ihrer direkten Wohnumgebung nachgewiesen wurde. In den nächsten Tagen soll dort eine Begehung stattfinden, um gezielt nach Brutstätten zu suchen und die Menschen vor Ort aufzuklären.
Der Stich der Tigermücke selbst ist zwar eher harmlos und verursacht wie bei anderen Mückenstichen Juckreiz und Schwellungen. Aber: Die sogenannte Aedesmücke – zu der auch die Asiatische Tigermücke gehört – kann Krankheitserreger wie das Dengue-, das Chikungunya- und das Zikavirus übertragen. Bislang sind solche Übertragungen hierzulande laut Robert-Koch-Institut noch nicht bekannt geworden. Doch das Gesundheitsamt warnt klar: „Wenn mehr Asiatische Tigermücken in Frankfurt vorkommen, steigt auch das Risiko, dass sie Viren von Reiserückkehrern aufnehmen und bei uns weiterübertragen können.“
Dengue zum Beispiel ist weltweit die am häufigsten durch Mücken übertragene Viruserkrankung – laut Deutschem Tropeninstitut infizieren sich jährlich schätzungsweise bis zu 500 Millionen Menschen damit. Das Virus äußert sich zunächst durch akute Fieberschübe und ist potenziell tödlich. Chikungunya hingegen ist von starken Gelenkschmerzen, hohem Fieber und Hautausschlag geprägt – die Genesung kann sich über Monate oder sogar Jahre ziehen. Zika zeigt mildere, grippeähnliche Symptome. Für keine dieser Erkrankungen gibt es eine unkomplizierte Lösung für alle.
Die gute Nachricht: Ihr könnt selbst aktiv dazu beitragen, die Ausbreitung einzudämmen! Das Gesundheitsamt gibt klare Tipps, denn der Tigermücke reichen schon kleinste Wasseransammlungen zum Vermehren:
Außerdem empfiehlt das Gesundheitsamt Reisenden, nach der Rückkehr aus Risikogebieten zwei Wochen lang aktiven Mückenschutz zu betreiben – auch dann, wenn keine Symptome auftreten.
Das Gesundheitsamt informiert die Bürgerinnen und Bürger seit 2025 aktiv über die Risiken der Tigermücke und klärt in den betroffenen Stadtteilen direkt vor Ort auf. Die Klimaerwärmung macht die Bedingungen für eine weitere Ausbreitung zunehmend besser – das ist eine Entwicklung, die wir alle im Blick behalten sollten. Bleibt wachsam, sorgt für stehende Wasser in eurem Umfeld und schützt euch und eure Nachbarn. Der Sound der Weltstadt ist cool – eine Tigermücken-Plage aber definitiv nicht!



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