
Das Umweltamt Frankfurt hat Blaualgen im Main bei Höchst nachgewiesen. Was das für Wassersportler, Spaziergänger und Hundebesitzer bedeutet, erfährst du hier.
Aufgepasst, Frankfurt! Das Umweltamt hat bei einer Wasserprobe an der Fähranlegestelle Höchst Blaualgen – sogenannte Cyanobakterien – nachgewiesen. Die Probe wurde am Dienstag, 18. August, entnommen. Die grünlichen Wassertrübungen, die an dieser Stelle beobachtet wurden, gehen direkt auf diese Bakterien zurück. Eine außergewöhnliche Massenvermehrung, wie man sie aus stehenden Gewässern kennt, wurde zwar nicht festgestellt – trotzdem rät die Stadt Frankfurt ausdrücklich zur Vorsicht!
Der Grund ist schnell erklärt: Langanhaltende Hitze und Trockenheit, kombiniert mit einem hohen Nährstoffgehalt im Wasser, schaffen ideale Bedingungen für Blaualgen. Dazu kommt, dass der Main durch Staustufen und die derzeit geringe Wasserführung vergleichsweise langsam fließt. Besonders in Uferbereichen und strömungsberuhigten Zonen können sich die Cyanobakterien dadurch stärker ansammeln. Kurzum: Der heiße Sommer macht dem Main gerade ordentlich zu schaffen.
Ganz klar: Finger weg vom Wasser – zumindest dort, wo ihr grünliche Schlieren erkennen könnt! Wer Stand-up-Paddling, Kanufahren oder andere Wassersportarten betreibt, sollte besonders aufmerksam sein. Direkter Haut- oder Schleimhautkontakt mit dem betroffenen Wasser ist zu vermeiden, und das Verschlucken von Mainwasser sollte unbedingt verhindert werden. Cyanobakterien und die von ihnen gebildeten Stoffe können nämlich ernsthafte gesundheitliche Beschwerden verursachen.
Außerdem weist das Gesundheitsamt noch einmal darauf hin, dass der Main grundsätzlich kein Badegewässer ist. Der dichte Schiffsverkehr auf dieser Bundeswasserstraße erzeugt unvorhersehbare Unterströmungen und Sogwirkungen – das macht das Baden im Main ohnehin gefährlich.
Ihr seid mit eurem Hund am Main unterwegs? Dann bitte aufpassen! Das Veterinäramt empfiehlt ausdrücklich, Hunde von dem betroffenen Gewässerbereich fernzuhalten. Blaualgen sind auch für Tiere keine Kleinigkeit.
Ja! Mit dem Abkühlen der Temperaturen, dem Regen und zunehmendem Wind der vergangenen Tage verschlechtern sich die Bedingungen für eine weitere starke Vermehrung der Blaualgen. Die Natur reguliert sich also ein Stück weit selbst – aber Vorsicht ist weiterhin geboten, solange keine Entwarnung gegeben wurde.
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