
Elias Kurt von KV Mühlheim trifft nach Muskelfaserriss viermal in drei Spielen und ist drittbester Torjäger der Gruppenliga Frankfurt Ost. Jetzt lesen!
Erinnert ihr euch an den Florstadt-Volkslauf, wo wir zuletzt über starke sportliche Comebacks berichtet haben? Auch auf dem Fußballplatz gibt es gerade eine Geschichte, die ihr nicht verpassen solltet! Elias Kurt von der KV Mühlheim ist zurück – und das mit einem Knall. Vier Tore in nur drei Einsätzen: Der 23-Jährige macht da weiter, wo er aufgehört hat. Eigentlich sogar noch besser.
Den Saisonstart musste Kurt verletzungsbedingt von der Außenlinie aus verfolgen. Ein Muskelfaserriss im Oberschenkel hatte ihn ausgebremst – ausgerechnet den Spieler, der seiner Mannschaft so häufig den entscheidenden Unterschied macht. Doch die harte Arbeit hat sich ausgezahlt. In seinen beiden Startelfeinsätzen gegen Eintracht Oberissigheim (3:1) und gegen den TSV Hanau (2:1) traf er insgesamt dreimal. Gegen Hanau sogar doppelt – als Matchwinner. Dazu legte er nach seiner Einwechslung beim 6:0-Erfolg gegen Germania Rothenbergen noch einen drauf. Ergebnis: vier Saisontreffer, drittbester Torjäger der Gruppenliga Frankfurt Ost – und das mit deutlich weniger Spielzeit als die Konkurrenz!
„Ich habe aufgrund meiner Verletzung etwas Zeit gebraucht, aber ich habe hart an meiner Rückkehr gearbeitet und bin jetzt wieder da“, sagt Kurt. „Ich bin bereit, habe wieder Spaß am Fußball und freue mich sehr auf die Saison.“ Man spürt die Vorfreude – und die Tore sprechen für sich.
Der Hintergrund macht diese Leistung noch beeindruckender. In der vergangenen Saison hatte Mühlheim als Aufsteiger fast den Durchmarsch in die Verbandsliga geschafft. Im Relegations-Halbfinale gegen die FG Seckbach – ein Spiel, das Mühlheim mit 1:0 gewann – zog sich Kurt genau diesen Muskelfaserriss zu. Im Endspiel gegen den VfR Fehlheim biss er auf die Zähne und spielte trotzdem, konnte die deutliche 0:6-Niederlage aber nicht verhindern.
Statt sich lange damit aufzuhalten, hat Kurt den Rückschlag in Motivation umgewandelt: „Mit etwas Abstand habe ich es eher als Ansporn für die neue Saison gesehen, wieder Gas zu geben und den Aufstieg dieses Mal direkt zu erreichen.“ Die Meisterschaft ist das klare Ziel der Gelb-Blauen – und mit 13 Punkten stehen sie bereits früh in der Saison an der Tabellenspitze.
Der gelernte zentrale Mittelfeldspieler, der in seiner Jugend unter anderem bei Eintracht Frankfurt und Schalke 04 das Fußballspielen lernte, hat sich für diese Saison auch individuelle Ziele gesetzt. In der Vorsaison traf er 21-mal – eine starke Marke. „Ich möchte definitiv mehr Tore schießen als in der vergangenen Saison“, verrät der ehemalige U20-Nationalspieler Marokkos. Nach dem furiosen Start wirkt das absolut realistisch.
Auch die Konkurrenz lässt er dabei nicht aus den Augen. „Germania Dörnigheim und Eintracht Oberissigheim machen einen sehr starken Eindruck“, nennt Kurt die beiden gefährlichsten Verfolger im Kampf um die Meisterschaft.
Das nächste Highlight steht schon vor der Tür. Am Sonntag um 15:30 Uhr gastiert Mühlheim bei der OSC Rosenhöhe – einem Ex-Verein von Kurt, bei dem er immerhin ein Jahr seiner Jugend verbrachte. „Ich freue mich extrem auf das Spiel“, sagt er. In der vergangenen Saison traf er im Hinspiel (3:2) nicht, machte es aber im Rückspiel (4:0) wieder gut. Beim kleinen Derby soll der nächste Strich auf der Torjägerliste folgen.
Bleibt Elias Kurt so treffsicher, könnte dieser Sommer für Mühlheim – und für ihn persönlich – ganz groß werden. Der Sound der Weltstadt bleibt dran!






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