
Die U17-Mädels des SC Dortelweil drehen einen 1:3-Rückstand gegen SC Sand und ziehen erstmals in die zweite DFB-Pokal-Runde ein – Vereinsgeschichte!
Wahnsinn aus der Wetterau! Die U17-Fußballerinnen des SC Dortelweil haben es geschafft – und zwar auf die dramatischste Art und Weise, die man sich vorstellen kann. In der ersten Runde des DFB-Pokals der Junioren haben die Nachwuchskickerinnen aus dem Bad Vilbeler Stadtteil einen 1:3-Rückstand noch in einen 4:3-Auswärtssieg verwandelt. Damit stehen sie als erste Juniorinnen-Mannschaft aus Dortelweil überhaupt in der zweiten Runde des DFB-Pokals. Vereinsgeschichte geschrieben – chapeau, Mädels!
Der Gegner: SC Sand, das Spiel fand in Willstätt statt. Und die Dortelweilerinnen erwischten gar keinen schlechten Start. Doch dann schlug Sand eiskalt zu: Clarissa Monnheimer traf nach einem schnellen Konter über Helena Draja zur 1:0-Führung (9.). Die Gäste drückten weiter, aber mitten in ihre Offensivbemühungen kassierten sie das 0:2 – wieder über Draja, die einen Abwehrfehler der SCD-Defensive gnadenlos bestrafte (16.).
Dann endlich der Anschlusstreffer: SCD-Kapitänin Liz Hertle leitete einen Angriff über Gloria Felicitas Becker ein, den Tia Sofie Scott zum 1:2 vollendete (26.). Doch kaum war die Freude groß, stellte Draja mit einer punktgenauen Flanke von Ronja Endrich den alten Abstand wieder her – 1:3 (27.). Kurz vor der Pause aber schlug Dortelweil zurück: Nach einem Freistoß von Laila Raab spitzelte Lise Sofie Schokker den Ball ins untere Toreck zum 2:3-Pausenstand (34.).
Mit Wiederanpfiff machten die Wetterauerinnen direkt da weiter, wo sie aufgehört hatten. Daniela Chelsea Djuikam Simo schnappte sich die Vorlage von Raab, ließ die gesamte gegnerische Abwehr aussteigen und knallte den Ball unter die Latte – 3:3 (44.). Das Spiel war jetzt offen, die Energie auf dem Platz elektrisierend. Und dann, in der 79. Minute: Nach einem Ballgewinn und Vorlage von Becker war es wieder Djuikam Simo, die im Stile einer echten Goalgetterin den 4:3-Siegtreffer erzielte und den mitgereisten Dortelweiler Anhang zum Ausrasten brachte.
Coach Fabian Blankenburg zeigte sich nach Abpfiff sichtlich bewegt: „Die Mädels haben nichts geschenkt bekommen. Wir sind gut in die Partie gestartet, lagen durch die erste Torchance des Gegners und einen eigenen Fehler plötzlich mit 0:2 zurück. Doch für die Mannschaft war die Partie damit nicht zu Ende, weil sie gespürt hat, dass viel Qualität in ihr steckt und sie das Match noch für sich entscheiden kann.“
Auch Dortelweils sportlicher Leiter Kamal Belkini war nach dem Spiel voller Emotionen: „Ich habe die Freude der Mädels gesehen, die eine wahnsinnige Energie auf den Platz gelassen haben. Die Einstellung, die das Team nach dem nervösen Beginn gezeigt hat, macht mich stolz. In dieser Mannschaft steckt riesiges Potenzial.“
Dem ist nichts hinzuzufügen. Wer einen 1:3-Rückstand auswärts noch dreht und damit als erstes Juniorinnen-Team seines Vereins in die zweite DFB-Pokal-Runde einzieht, der hat mehr als nur Potenzial bewiesen – der hat echten Charakter gezeigt. Wir von Radio Frankfurt sagen: Hut ab, SC Dortelweil! Jetzt reinhören und mitfiebern – der Sound der Weltstadt begleitet euch!






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