
„Freitags am Frosch“ in Zeilsheim hat alle Genehmigungen – doch der unentgeltliche Ausschank ist jetzt verboten. Alle Infos zum beliebten Treffpunkt.
Die Zeilsheimer Kultveranstaltung „Freitags am Frosch“ darf weitergehen – und das jetzt mit allen behördlichen Genehmigungen im Gepäck! Wie wir bereits in einem früheren Beitrag berichtet haben, hat das wöchentliche Treffen am Froschbrunnen in Zeilsheim nach einem langen Behördenmarathon endlich grünes Licht bekommen. Doch es gibt eine wichtige Neuerung, die alle Besucherinnen und Besucher kennen sollten: Der unentgeltliche Ausschank ist jetzt offiziell verboten.
Was so einfach klingt – ein Pavillon, ein paar Tische, Getränke gegen Spende und gute Gespräche – hat die Organisatorinnen und Organisatoren des Vereinsrings Zeilsheim monatelang beschäftigt. Unzählige E-Mails, Telefonate und Schriftverkehr mit verschiedenen Dezernaten und Ämtern: Kein Amt war zunächst in der Lage, über die bestehenden behördlichen Formulare eine passende Genehmigung für genau dieses Format zu erteilen.
Das Problem: Der ursprünglich genehmigte Antrag beim Amt für Sondernutzung wurde im Laufe des Prozesses nachjustiert. Der unentgeltliche Ausschank – also das Verschenken von Getränken – wurde explizit verboten, weil die Bestimmungen des Amts das schlicht nicht vorsehen. Gleichzeitig waren die Formulare des Servicecenters Frankfurt für viel größere Veranstaltungen ausgelegt, mit Angaben zu Beschallung, mehreren Verkaufsständen und möglichen Straßensperren. Vereinsringvorsitzende Sonja Müller brachte es auf den Punkt: „Es geht um ein kleines, feines, wöchentliches Angebot von nur zwei bis drei Stunden am Nachmittag, nicht um ein großes Event.“
Dass das Format am Ende doch eine rechtssichere Lösung gefunden hat, liegt auch an prominenter Unterstützung: Neben den direkt beteiligten Ämtern – ASE und SCV – haben sich auch die Stabstelle Ehrenamt, das Mobilitätsdezernat, das Amt des Oberbürgermeisters und Oberbürgermeister Mike Josef persönlich für „Freitags am Frosch“ starkgemacht. Das ist ein starkes Signal für das Ehrenamt in Frankfurt!
Der wichtigste Unterschied zum bisherigen Format: Getränke gibt es weiterhin – aber nicht mehr unentgeltlich, sondern gegen Spende. Das klingt nach Haarspalterei, ist aber behördlich relevant. Alles andere bleibt, wie es das Herz von „Freitags am Frosch“ ausmacht:
Als wäre die offizielle Genehmigung nicht schon Grund genug zum Feiern: Das Format wird auch musikalisch bereichert. Ein Chor wird – gemäß den behördlichen Auflagen – a cappella am Brunnen singen. Und am 18. September wird das „Frankfurter Zweierlei“ musikalisch zum Miteinander beitragen. Klingt nach einem perfekten Frankfurter Freitagabend!
Sonja Müller fasst zusammen, was „Freitags am Frosch“ für den Stadtteil bedeutet: „Es ist ein Stück Zeilsheimer Identität, ein Treffpunkt für Jung und Alt, für Vereine und Nachbarn, für Alteingesessene und Zugezogene. Und es ist ein Beispiel dafür, wie Ehrenamt, bürgerschaftliches Engagement und eine kooperative Verwaltung gemeinsam etwas schaffen können, das den Stadtteil nachhaltig stärkt.“
Nach einem langen, oft mühsamen Weg durch die Behörden ist jetzt erreicht, was viele für unmöglich hielten – eine passgenaue, rechtssichere Genehmigung für einen Treffpunkt, der Zeilsheim lebendig hält. Also: Kommt vorbei, jeden Freitag ab 17 Uhr am Froschbrunnen – ganz legal, ganz offiziell und ganz im Sinne des Miteinanders!






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