
Ein 17-Jähriger raubte einem 86-Jährigen in der Frankfurter Innenstadt den Rucksack mit Gold – die Polizei schnappte ihn sowie einen mutmaßlichen Mittäter.
Leute, das ist mal wieder so eine Geschichte, bei der einem echt der Mund offen stehen bleibt. Am Dienstagmittag haben Polizeibeamte mitten in der Frankfurter Innenstadt einen 17-Jährigen auf frischer Tat geschnappt – er soll einem 86-jährigen Mann den Rucksack geraubt haben. Und das war kein gewöhnlicher Rucksack: Drin war eine größere Menge Gold, die der ältere Herr einem vermeintlichen Polizisten übergeben wollte. Klassische Masche der sogenannten „Falschen Polizeibeamten“ – und leider immer noch viel zu oft erfolgreich.
Die Polizei hatte den Jugendlichen schon im Blick, weil er im Verdacht stand, bei solchen Betrugsmaschen mitzumischen. Im Bereich Neue Mainzer Straße / Ecke Friedensstraße kam es dann zur Eskalation: Der Tatverdächtige versuchte, dem Senior den Rucksack zu entreißen. Dabei stürzte der 86-Jährige zu Boden und wurde leicht verletzt. Er ließ den Rucksack los, der 17-Jährige schnappte sich die Beute und flüchtete Richtung Friedensstraße.
Aber weit kam er nicht – die Polizeibeamten waren direkt zur Stelle und nahmen ihn fest. Dabei leistete der Jugendliche Widerstand, zwei Beamte wurden an der Hand verletzt. Kein schöner Einsatz für die Kollegen, aber am Ende hat’s geklappt: Der Senior bekam seinen Rucksack samt Gold zurück.
Die Ermittlungen gingen danach direkt weiter – und zwar quer durch die Republik. Ein mutmaßlicher Mittäter konnte an seiner Wohnanschrift in Norddeutschland festgenommen werden. Zusätzlich durchsuchten die Beamten insgesamt drei Wohnungen, um der Sache auf den Grund zu gehen. Der 17-Jährige wurde zur Vorführung in die Haftzellen des Polizeipräsidiums Frankfurt gebracht.
Diese Geschichte zeigt mal wieder: Die Masche mit falschen Polizeibeamten ist leider kein Einzelfall, sondern ein echtes Problem – gerade für ältere Menschen in unserer Stadt. Betrüger geben sich am Telefon als Polizisten aus, erzählen von angeblichen Einbrecherbanden oder Betrügern in der Nachbarschaft und bringen ihre Opfer dazu, Wertsachen oder Geld zu übergeben. Die echte Polizei wird euch NIE am Telefon nach Geld oder Schmuck fragen – merkt euch das!
Wenn ihr Angehörige habt, die allein leben, sprecht ruhig mal mit ihnen über solche Betrugsmaschen. Ein kurzes Gespräch kann im Ernstfall bares Geld retten – oder eben Omas Goldschmuck.
Zum Glück war in diesem Fall die Polizei schnell zur Stelle und konnte Schlimmeres verhindern. Dass gleich zwei Tatverdächtige gefasst werden konnten, zeigt: Die Ermittler lassen nicht locker, wenn es um den Schutz unserer Mitbürger geht. Wir von Radio Frankfurt sagen: Augen auf und für die Mitmenschen in unserer Stadt da sein – das ist der Sound der Weltstadt, den wir alle mittragen sollten!






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