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40 Jahre Jazz gegen Apartheid: Johnny Dyanis Musik lebt weiter in Frankfurt

Vier Jahrzehnte Jazz gegen Apartheid: Johnny Dyanis Musik lebt in Frankfurt weiter – zwei Konzerte im Oktober 2026 im main_forum und im Haus am Dom.

Redaktion
·
25. Oktober 2026
Bild ist mit Hilfe von KI generiert
Zuletzt aktualisiert: vor 2 Stunden

Vier Jahrzehnte Musik gegen Unrecht

Der Sound der Weltstadt hat auch eine politische Seite – und die feiert in Frankfurt gerade ein besonderes Jubiläum! Vor vier Jahrzehnten entstand gemeinsam mit dem südafrikanischen Musiker Johnny Dyani die Idee zu einer Konzertreihe, die bis heute nachwirkt. Der Auftakt war 1986 zeitgleich in den Bankenstädten Zürich und Frankfurt. Nur ein Jahr später wurde mit Dyanis Musik auf dem evangelischen Kirchentag in Frankfurt – vor rund 100.000 Teilnehmern – das Ende der Apartheid in Südafrika spürbar.

Seitdem sind mehr als 100 Konzerte und Workshops zum Thema Jazz gegen Apartheid zusammengekommen, wie frankfurter-info.org berichtet. Möglich wurde das mit Unterstützung des Zentrums Ökumene, der Gewerkschaft IG Metall, freier Kulturzentren und der Frankfurter Erinnerungsstätten. Nach dem Ende der Apartheid lief die Reihe unter dem Titel „Jazz gegen Apartheid – Zwischen Heimkehr und Exil“, nach Konzerten und Workshops 2023/2024 in Südafrika nun unter dem Titel „Jazz gegen Apartheid – Heimkehr aus dem Exil“.

Johnny Dyani – der musikalische Chronist Südafrikas

Worum geht’s musikalisch? Johnny Dyani gilt als der musikalische Chronist Südafrikas. Mit kraftvoller, farbenfroher Musik porträtierte er Zeitgenossen wie Steve Biko, Lady Lilian Ngoyi, Nelson Mandela oder Musiker wie Kippie Moeketsi, Dudu Pukwana und Makaya Ntshoko. Seine Kompositionen spiegeln zugleich die politischen Ereignisse seiner Epoche wider und konfrontieren mit den Erinnerungen an Südafrika. Monumental, heiter, verspielt und ironisch – so beschreibt frankfurter-info.org seinen unverkennbaren Stil.

Generationen von Konzertbesuchern in Kirchen, Kulturzentren und Gewerkschaftshäusern haben erlebt, wie Dyanis Musik das kulturelle Gedächtnis Südafrikas verkörpert – während des Apartheidsystems und in den Jahren danach. Diese Arbeit ist laut frankfurter-info.org nur möglich, weil Gewerkschaften, Kirchengemeinden und Kulturzentren – zusammen mit kleineren Vereinigungen wie der VVN – das kulturelle Gedächtnis mittragen und unterstützen.

Zwei Termine, ein Thema

Das beste Programm im Main-Gebiet gibt’s natürlich auch live – und zwar gleich zweimal! Am 27. Oktober 2026 ab 19:00 Uhr lädt das main_forum der IG Metall in der Wilhelm-Leuschner-Straße 79 zum Konzert „Song for Biko: Kompositionen von Johnny Dyani“ ein. Der Eintritt ist hier frei.

Nur wenige Tage später, am 30. Oktober 2026 um 19:30 Uhr, folgt ein weiterer Abend unter dem Titel „40 Jahre Jazz gegen Apartheid – Song for Biko: Kompositionen von Johnny Dyani“ im Haus am Dom am Domplatz 3. Wie rausgegangen.com und mvp.de übereinstimmend berichten, kostet der Eintritt hier 15 Euro, ermäßigt 12 Euro. Nach Angaben von mvp.de gelten ermäßigte Preise unter anderem für Schüler, Auszubildende, Studierende bis 30 Jahre, Arbeitslose, Schwerbehinderte, Senioren ab 65 sowie Inhaber von Ehrenamtscard oder Frankfurtpass – der Nachweis ist dabei Pflicht. Für Kulturpass-Inhaber beträgt der Eintritt laut mvp.de sogar nur 1 Euro, Karten dafür gibt es ausschließlich im Haus am Dom. Veranstaltet wird der Abend in Kooperation mit Kultur im Ghetto e.V.

Internationale Besetzung auf der Bühne

Für beide Konzerte steht ein international besetztes Ensemble bereit: Claude Deppa an der Trompete (London), Allen Jacobson an der Posaune (Kanada), Tobias Delius am Saxophon (Berlin), Daniel Guggenheim am Saxophon (Frankfurt), Christopher Dell am Vibraphon (Berlin), John Edwards am Bass (London) und Christian Lillinger am Schlagzeug (Berlin). Eine Besetzung, die zeigt: Dyanis Musik verbindet bis heute Künstler aus aller Welt – und bringt sie ausgerechnet hier, im Main-Gebiet, zusammen.

Vier Jahrzehnte nach den ersten Konzerten in Zürich und Frankfurt bleibt die Reihe damit, was sie immer war: ein Stück lebendiger Erinnerungskultur, getragen von Gewerkschaften, Kirchengemeinden und Kulturzentren – und von einer Musik, die bis heute nachhallt. DANKE AN 344.000 HÖRER, die Radio Frankfurt diese und ähnliche Geschichten aus eurer Stadt ans Herz legen lässt. Jetzt reinhören!

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