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Trauer um Waltraud Frodien – die erste Dekanin der evangelischen Kirche ist gestorben

Pfarrerin Waltraud Frodien ist am 16. Juli 2026 im Alter von 89 Jahren gestorben. Sie war 1980 die erste Dekanin der evangelischen Kirche in Hessen und Nassau.

Redaktion
·
17. Juli 2026
Bild ist mit Hilfe von KI generiert
Zuletzt aktualisiert: vor 1 Woche

Frankfurt trauert um eine Pionierin

Eine Frau, die Geschichte geschrieben hat, ist nicht mehr unter uns: Pfarrerin Waltraud Frodien ist am 16. Juli 2026 im Alter von 89 Jahren gestorben. Die Evangelische Kirche in Frankfurt und Offenbach trauert um eine Theologin, die weit über die Stadtgrenzen hinaus Zeichen gesetzt hat.

Eine Premiere, die alles veränderte

Der Name Waltraud Frodien steht für einen historischen Moment in der deutschen Kirchengeschichte: Im Jahr 1980 wurde sie als erste Frau in der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau zur Dekanin gewählt – und damit zur bundesweit ersten Frau in einem leitenden geistlichen Amt überhaupt. Das war mutig, das war wegweisend, und das war alles andere als selbstverständlich in einer Zeit, in der Frauen in Führungspositionen – erst recht in der Kirche – noch echte Ausnahmen waren.

Als Pfarrerin der Emmausgemeinde hatte sie schon zuvor ihre Spuren hinterlassen. Ihr Wirken in Frankfurt war Teil eines Lebens, das ganz im Zeichen des Glaubens und des Dienstes an der Gemeinschaft stand. Mit ihrer Wahl zur Dekanin öffnete sie eine Tür, durch die nach ihr viele weitere Frauen gegangen sind.

Ein Leben, das Maßstäbe gesetzt hat

89 Jahre, ein erfülltes Leben und ein bleibendes Erbe: Waltraud Frodien hat gezeigt, dass Veränderung möglich ist – auch dort, wo Traditionen tief verwurzelt sind. Ihre Pionierleistung war nicht nur ein persönlicher Erfolg, sondern ein Signal für alle Frauen, die nach ihr in der evangelischen Kirche Verantwortung übernehmen wollten und konnten.

Die Evangelische Kirche in Frankfurt und Offenbach gedenkt ihr in tiefer Trauer und mit großem Respekt. Waltraud Frodien bleibt ein Name, der in der Geschichte der evangelischen Kirche – und der Geschichte Frankfurts – nicht vergessen wird.

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