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Mittelalter pur: Die Oberurseler Feyerey feiert am 1. und 2. August ihre 16. Auflage!

Die Oberurseler Feyerey feiert am 1. und 2. August ihre 16. Auflage – mit Rittern, Feuershows, Mittelaltermarkt und bis zu 14.

Redaktion
·
27. Juli 2026
Bild ist mit Hilfe von KI generiert
Zuletzt aktualisiert: vor 1 Stunde

Ritter, Wikinger und Metkrüge – die Feyerey ist zurück!

Das Mittelalter war finster? Von wegen! Wer das glaubt, war noch nie auf der Oberurseler Feyerey – und das sollte sich dieses Wochenende dringend ändern. Am 1. und 2. August öffnet der Mittelaltermarkt auf den Wiesen am Bachpfädchen zum nunmehr 16. Mal seine Pforten. Ritter duellieren sich auf dem Turnierplatz, Sackpfeifen brummen von der Bühne, der Schmied hämmert auf den Amboss – und der Henker versenkt ungehorsame Delinquenten mit einem Lachen auf der Wasserguillotine ins Nass. Klingt gut? Ist es auch!

200 gewandete Gäste zelten auf dem Festgelände

Was die Feyerey so besonders macht: Hier ist es kein einfaches Markttreiben, sondern echtes Living History. Über 200 gewandete Mitwirkende aus 21 auswärtigen Mittelaltergruppierungen zelten südlich des Turnierplatzes. Kelten, Kreuzritter, Nordmänner – alle sind dabei und zeigen Besuchern gerne, wie das Leben damals wirklich aussah. „Wer aufmerksam übers Festgelände läuft, kann auf jeden Fall einiges lernen“, verspricht Achim Lameyer von „Ursellis Historica“, dem veranstaltenden Mittelalterverein.

Lameyer ist Mitglied der ersten Stunde – er gründete den Verein gemeinsam mit anderen Mittelalterfans im Oktober 2008, die erste Feyerey folgte dann 2009. Heute zählt „Ursellis Historica“ annähernd 200 Mitglieder, die Bogenschießen, Fechten und mittelalterliche Handwerkstechniken üben. Rund 60 bis 70 Helfer packen jedes Jahr beim Aufbau an – von der Wasserleitung bis zum Baustromverteiler, denn auf den idyllischen Wiesen gibt es „null Infrastruktur“, wie Lameyer erklärt.

Buntes Programm: Feuershow, Reiterkampf und Märchenerzähler

Das Programm lässt keine Wünsche offen. Auf der Bühne treten im Halbstundentakt Musik- und Tanzgruppen auf, darunter die Spielleute von Tarranis und der Viesematente, Gaukler Laurino, Harfinistin Regilau sowie die Tanzgruppe Reifenberger Härmleins. Anton und Kathi Zühlke liefern auf dem Turnierplatz täglich mehrmals eine Reitershow „voller Tempo, Humor, Präzision und waghalsiger Akrobatik“.

Der Samstagabend gehört dann Kevin Rigby und den Feuerjongleuren von Fyre Fenix – eine Feuershow, die zusammen mit den nordischen Reitern für Gänsehaut sorgt. Die Ronneburger Fechtschule zeigt die Kunst des Fechtens, und Feldschlachten lassen die Kämpfer kräftig aufeinanderprallen. Für stimmungsvolle Unterhaltung zwischendurch sorgen die Renards, die musizierend durch die Tavernen ziehen, Herold Colonia als wortgewandter Moderator und Walburga Kliem mit Märchenerzählungen.

Essen, Trinken und Einkaufen wie anno dazumal

Hunger und Durst sind auf der Feyerey kein Problem: In 15 liebevoll dekorierten Tavernen und Schmaushäusern gibt es Fleischgerichte, Flammlachs, Veganes und Waffeln. Wer Durst hat, greift zu Met, Gewürztränken oder dem Feyerey-Bier vom Alt-Oberurseler Brauhaus – erhältlich in der Kaschemme „Zum garstigen Gnom“. Kirschbier, Minztee und Whisky warten ebenfalls auf durstige Kehlen.

Rund 40 Händler und Handwerker bieten außerdem ein breites Sortiment: Lederarbeiten, Töpferkeramik, mittelalterlichen Schmuck, Holzspielzeug, Rüstzeug, Honig, Beerenweine und vieles mehr.

Tickets, Öffnungszeiten und Anreise

Die Feyerey öffnet am Samstag, 1. August, von 11 bis 24 Uhr (Händler bis 21 Uhr) und am Sonntag, 2. August, von 11 bis 18 Uhr. Zwischen 8.000 und 14.000 Besucher werden erwartet – also früh da sein!

  • Tageskarte: 10 Euro (ermäßigt 8 Euro)
  • Wochenendticket: 18 Euro
  • Familienkarte: 36 Euro
  • Kinder bis 5 Jahre: kostenlos

Tickets gibt es im Vorverkauf unter adticket.de. Parkplätze stehen auf der KHD-Wiese (Zufahrt Marxstraße) und an der Alten Leipziger (Oberstedter Straße) kostenfrei zur Verfügung – die Anreise mit der U-Bahn wird aber ausdrücklich empfohlen.

Also: Schnapp dir dein Leinenhemd, heb den Metkrug und ab nach Oberursel – das ist der Sound der Weltstadt, der auch mal mittelalterlich klingen darf. Jetzt reinhören auf radiofrankfurt.de!

Quellen


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