
Seit fast zwei Jahren fehlt Eintracht Frankfurt eine klare Nummer eins im Tor. Jetzt soll Freiburgs Noah Atubolu die Lösung sein – doch der Preis ist heiß.
Trapp. Santos. Zetterer. Santos. Zetterer. Santos. Und jetzt vielleicht Atubolu? Was sich liest wie ein verrücktes Würfelspiel, ist bei Eintracht Frankfurt bittere Realität. Seit fast zwei Jahren gibt es keine klare Nummer eins im Tor der SGE – und das nagt an der Stabilität der ganzen Mannschaft. Der Sound der Weltstadt Frankfurt verdient besseres als dieses Torwart-Wechsel-Dich-Spiel!
Der Ursprung des Torwart-Schlamassels lässt sich auf den 14. September 2024 datieren. Beim Spiel in Wolfsburg griff sich Stammkeeper und Kapitän Kevin Trapp kurz vor der Pause an den Oberschenkel – Muskelverletzung. Für ihn kam der junge Brasilianer Kaua Santos ins Tor. Und der lieferte ab: stark bis überragend hielt er gegen Wolfsburg, Gladbach, Besiktas, Kiel und Bayern. Ein Lichtblick! Doch als Trapp wieder fit war, rückte Santos zunächst auf die Bank.
Im Frühjahr 2025 drehte sich das Pendel erneut. Trapp geriet unter Druck, unter anderem nach schwachen Auftritten im Europapokal-Hinspiel gegen Ajax Amsterdam. Santos übernahm – und glänzte im Rückspiel gegen Amsterdam, beim 3:1-Sieg in Bochum und im Hinspiel bei Tottenham. Doch dann kam das Viertelfinal-Rückspiel gegen Tottenham: Santos rannte unkontrolliert aus seinem Tor, verursachte einen Foul-Elfmeter – und riss sich dabei das Kreuzband. Ein Drama in jeder Hinsicht.
Im Sommer 2025 zog Kevin Trapp dann die Konsequenzen und wechselte zu Paris FC. Mit ihm gingen auch Führungsstärke und Erfahrung aus der Frankfurter Kabine. Santos indes verzichtete auf eine Kreuzband-OP und stand schon im September 2025 viel zu früh wieder im Tor – mit spürbaren Unsicherheiten und Fehlern. Die Lösung: Michael Zetterer, geholt aus Bremen, übernahm den Kasten.
Anfang 2026 setzte der damalige Trainer Dino Toppmöller erneut auf Santos – für genau zwei Monate. Dann folgte ein Innenbandriss im Knie. Zetterer durfte bis Saisonende ran. Eine Soap-Opera, die die Fans zermürbt.
Adi Hütter, der die Eintracht bereits von 2018 bis 2021 trainiert hatte, beobachtete das Torwart-Chaos aufmerksam. Im Oktober 2025 wurde er in Monaco entlassen, Ende Mai 2026 dann als neuer SGE-Trainer verpflichtet. Und der Österreicher war von Anfang an klar: Er traut dem Duo Santos/Zetterer nicht und wünscht sich einen externen Torhüter. Kein Geld da, hieß es zunächst – andere Positionen hatten Priorität.
Das änderte sich nach dem 0:7-Testspiel-Debakel gegen Brentford und abermaligen Patzer von Santos. Seitdem ist klar: Die Eintracht will handeln. Der Wunschkandidat soll Freiburgs Noah Atubolu sein – und die Fans stehen voll dahinter: 68 Prozent der rund 10.000 Teilnehmer einer hr-sport-Umfrage sprachen sich für Atubolu im Eintracht-Tor aus.
Die Eintracht soll sich dem Vernehmen nach schon länger mit der Personalie Atubolu beschäftigen. Eine Verpflichtung gilt als möglich – doch Freiburgs Forderungen sind für Frankfurt derzeit schlicht zu hoch. Laut Bild-Zeitung könnte eine Ablösesumme von rund 15 Millionen Euro realistisch sein. Die entscheidende Frage: Bewegen sich die Freiburger bis Anfang September?
Und was passiert mit den bisherigen Keepern? Sky und die Frankfurter Rundschau berichten, dass Leeds United Interesse an Zetterer haben soll. Die Bild-Zeitung hingegen schreibt, der 31-Jährige wolle lieber in Frankfurt bleiben – und stattdessen Santos wechseln könnte.
Fakt ist: Eintracht Frankfurt braucht dringend eine klare Nummer eins. Fast zwei Jahre Torwart-Chaos haben Spuren hinterlassen. Trainer Hütter hat das erkannt – jetzt muss gehandelt werden. Wie die Sache ausgeht? Bleibt spannend. Wir halten euch auf dem Laufenden – jetzt reinhören und nichts verpassen!






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