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Tankrabatt startet: Das müsst ihr jetzt zum Sprit-Deal wissen

Ab Donnerstag gilt der neue Tankrabatt: 16,7 Cent weniger pro Liter Sprit. Alles zu Preisen, Timing und Spartipps fürs Tanken im Main-Gebiet.

Redaktion
·
29. September 2026
Bild ist mit Hilfe von KI generiert
Zuletzt aktualisiert: vor 5 Tagen

Der Sprit wird billiger – ab Donnerstag!

Millionen Autofahrer im Main-Gebiet und ganz Deutschland haben nur noch eins im Kopf: den neuen Tankrabatt! Ab der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag greift die Entlastung an der Zapfsäule. Der Bundestag hatte der Regelung bereits zugestimmt, am Nachmittag folgte auch der Bundesrat, wie stern.de berichtet. Jetzt fehlt nur noch die Ausfertigung durch Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier – dann ist der Weg frei.

So viel bringt der Rabatt wirklich

Konkret sinkt die Energiesteuer auf Benzin und Diesel um 14,04 Cent pro Liter. Weil dadurch auch weniger Mehrwertsteuer anfällt, kommt am Ende ein Nachlass von insgesamt 16,7 Cent pro Liter zusammen – gerundet die vielzitierten 17 Cent. Die Regelung gilt für drei Monate, also bis Ende Dezember. Wichtig zu wissen: Der Rabatt greift nicht direkt an der Zapfsäule, sondern bei der Auslieferung des Sprits. Nur Kraftstoff, der nach Mitternacht die Raffinerien oder Großtanklager verlässt, ist steuerbegünstigt.

Sinken die Preise sofort?

Tankstellen sind nicht verpflichtet, den Rabatt eins zu eins weiterzugeben. Trotzdem zeigt die Erfahrung der letzten beiden Tankrabatte: Die Preise fallen oft schon um Mitternacht – einfach weil die Kunden das erwarten. Dass dabei überall gleich die vollen 16,7 Cent ankommen, ist aber eher unwahrscheinlich. Wer früh aufsteht, um als Erster zu tanken, spart sich die Mühe: Wegen der 12-Uhr-Regel können die Preise bis Mittag nur sinken, nicht steigen. Am späten Vormittag zu tanken, bringt also meist den besten Preis. Nur zu knapp sollte man nicht planen, denn am Nachmittag kann es laut Daten des Portals Tankerkönig schnell mal 20 Cent nach oben gehen.

Lohnt der Preisvergleich – und drohen Engpässe?

Ein Preisvergleich lohnt sich gerade jetzt richtig! In größeren Städten kann der Unterschied zwischen günstigen und teuren Tankstellen locker im zweistelligen Centbereich liegen – manchmal sogar mehr als der Rabatt selbst bringt. Weil der Steuerrabatt nur für nach Mitternacht ausgelieferten Sprit gilt, gehen viele Tankstellen mit kleineren Lagerbeständen in den Oktober. Auch etliche Autofahrer werden ihre Tanks kurz vorher nicht komplett füllen. Beim letzten Rabatt sorgte das für mehr Andrang, aber keine großen flächendeckenden Probleme.

Warum ist Sprit gerade so teuer?

Der Iran-Krieg schränkt den Export von Rohöl und Treibstoffen aus der Golf-Region massiv ein, dazu kommen fehlende Raffinerie-Kapazitäten. Wie NDR.de berichtet, wurde durch die Straße von Hormus vor dem Krieg rund ein Fünftel des weltweiten Ölbedarfs verschifft – inzwischen wurden zudem Pipelines in Saudi-Arabien beschädigt, und die Huthi-Rebellen bedrohen seit September eine zweite wichtige Meerenge. Der Ölpreis ist deshalb seit Anfang August wieder deutlich gestiegen. Am 27. September 2026 kostete ein Liter Super im bundesweiten Schnitt 2,34 Euro, Super E10 lag bei 2,28 Euro und Diesel bei 2,43 Euro. Vor Kriegsbeginn Ende Februar 2026 waren es laut Markttransparenzstelle für Kraftstoffe noch 1,83 Euro für Super und 1,75 Euro für Diesel. An diesen Abstand kommt der Tankrabatt bei Weitem nicht heran.

Wer zahlt die Zeche?

Die Bundesregierung rechnet mit 2,485 Milliarden Euro weniger Steuereinnahmen. Diesmal tragen Bund und Länder die Kosten je zur Hälfte – ein eher ungewöhnliches Vorgehen, wie sowohl finanzen.net als auch stern.de berichten. Ob der Rabatt wirklich komplett bei euch ankommt, bleibt umstritten: Ifo-Institut, Monopolkommission und Bundeskartellamt hatten beim letzten Tankrabatt im Mai und Juni nur eine unvollständige Weitergabe festgestellt, die Mineralölwirtschaft widerspricht dem. Kartellamt-Chef Andreas Mundt betonte laut NDR.de, man habe die Preisentwicklung genau im Blick: „Sollten sich Hinweise auf kartellrechtswidriges Verhalten der Mineralölkonzerne zeigen, würden wir konsequent dagegen vorgehen.“ Gleichzeitig machte er klar, dass geopolitisch bedingte Preissprünge sich nicht einfach abstellen lassen.

Fazit für Frankfurt

Der Tankrabatt ist da – und bringt spürbare Entlastung, auch wenn er die Spritpreise nicht auf Vorkriegsniveau bringt. Wer clever ist, tankt am späten Vormittag, vergleicht die Preise in der Region und plant genug Puffer im Tank ein. Das beste Programm im Main-Gebiet begleitet euch natürlich auch weiterhin mit allen News rund um Preise, Verkehr und eure Stadt. Jetzt reinhören!

Quellen

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