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Tankrabatt: So schnell fallen die Preise jetzt wirklich

Der Tankrabatt ist gestartet: Wir zeigen euch, wie schnell die Spritpreise fallen, wann sich Tanken lohnt und was die Entlastung wirklich bringt.

Redaktion
·
1. Oktober 2026
Bild ist mit Hilfe von KI generiert
Zuletzt aktualisiert: vor 5 Tagen

Der Tankrabatt ist da – und die Preise bewegen sich schon

Der Sound der Weltstadt bleibt auch an der Zapfsäule nicht stumm: Seit dem 1. Oktober greift der neue Tankrabatt, und wie wir in einem früheren Beitrag berichtet haben, bringt er eine Entlastung von rund 16,7 Cent pro Liter. Jetzt zeigt sich: Die Preise fallen tatsächlich schnell – aber nicht überall gleich.

Nach Angaben von ZDFheute.de beginnt der Nachlass von 14,04 Cent pro Liter bei der Energiesteuer in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag um Mitternacht und gilt für drei Monate. Weil der niedrigere Preis beim Verkauf auch weniger Mehrwertsteuer bedeutet, ergibt sich am Ende ein Gesamtnachlass von 16,7 Cent. Wichtig dabei: Der Rabatt greift nicht beim Verkauf an der Zapfsäule, sondern bei der Lieferung – also für Sprit, der nach Mitternacht ausgeliefert wird.

Wie schnell kommt der Rabatt wirklich an?

Hier wird’s spannend: Die Tankstellen müssen die Steuersenkung nicht eins zu eins weitergeben, und um Mitternacht hat praktisch keine Tankstelle schon steuerbegünstigten Kraftstoff vorrätig. Trotzdem erwartet ZDFheute.de, basierend auf Erfahrungen vom letzten Tankrabatt im Mai und Juni, dass die Preise in der Nacht zum 1. Oktober schnell fallen – oft schon um Mitternacht. Das liegt vor allem daran, dass Verbraucher genau das erwarten und der Wettbewerb entsprechend reagiert.

Ein Tipp für alle, die clever tanken wollen: Laut ZDFheute.de ist der späte Vormittag meist der günstigste Moment des Tages, weil die Preise wegen der 12-Uhr-Regel bis Mittag nur sinken können. Wer allerdings erst nach 12 Uhr an der Zapfsäule steht, zahlt in der Regel kräftig drauf – Daten des Portals Tankerkönig zeigen, dass die Preise am Mittag oft um 20 Cent pro Liter nach oben schießen können.

Kommt die Entlastung komplett bei euch an?

Das bleibt die große Preisfrage – im wahrsten Sinne des Wortes. Wie die Tagesschau berichtet, hat das Bundeskartellamt beim Tankrabatt im Frühsommer errechnet, dass rund 80 Prozent der Entlastung bei Autofahrern ankamen. Laut Münchner Ifo-Institut war die Entlastung bei Super E5 und Super E10 sogar nahezu vollständig spürbar. Beim Diesel wurden dagegen nur durchschnittlich 12 Cent pro Liter weitergegeben – deutlich weniger als die 16,7 Cent, um die die Steuer gesenkt wurde.

Die Mineralölwirtschaft selbst betont laut Tagesschau, die Steuererleichterung „durchweg und in voller Höhe“ weitergegeben zu haben. Gerade zu Beginn des Rabatts kann es aber je nach Tankstelle große Unterschiede geben, bis überall steuerverbilligter Sprit im Lager ist. Ein Preisvergleich lohnt sich in dieser Phase also umso mehr.

Was der Rabatt für euren Geldbeutel bedeutet

Laut Zahlen des Kraftfahrtbundesamtes, die ZDFheute.de zitiert, wird ein durchschnittliches Auto in Deutschland rund 900 Kilometer pro Monat bewegt. Bei einem Verbrauch von 7 bis 8 Litern auf 100 Kilometer spart der durchschnittliche Verbrennerfahrer durch den Rabatt über die vollen drei Monate gerechnet grob 32 bis 36 Euro. Je nach Fahrleistung und cleverem Tankzeitpunkt kann der Wert aber deutlich abweichen.

Was die Maßnahme den Staat kostet: Die Bundesregierung erwartet laut ZDFheute.de rund 2,485 Milliarden Euro weniger Steuereinnahmen. Neu ist diesmal, dass sich die Länder zur Hälfte daran beteiligen – ein durchaus ungewöhnliches Vorgehen, wie die Tagesschau anmerkt.

Spritpreisdeckel soll folgen

Der Tankrabatt ist aber nur der erste Schritt. Wie die Tagesschau berichtet, soll spätestens zum 1. Januar 2027 ein Spritpreisdeckel eingeführt werden – ein staatlich festgelegter Höchstpreis für Benzin und Diesel, der anhand verschiedener Faktoren wie Transport-, Lagerungs- und Versicherungskosten berechnet wird. Anders als der Tankrabatt soll dieser Deckel die Allgemeinheit finanziell nicht belasten, sondern eher die Gewinnmargen der Mineralölkonzerne drücken. In den Nachbarländern Belgien und Luxemburg gibt es einen solchen Mechanismus bereits.

Bis dahin heißt es: Augen auf an der Zapfsäule, Preise vergleichen und clever tanken. Das beste Programm im Main-Gebiet hält euch natürlich auf dem Laufenden, wie sich die Spritpreise in Frankfurt und Umgebung entwickeln. Jetzt reinhören!

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