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Tankrabatt: Die Preise purzeln – aber wie lange hält das?

Der Tankrabatt ist da: Spritpreise fallen um bis zu 16,7 Cent pro Liter. Wir zeigen, wie viel wirklich bei euch ankommt und was ab 2027 geplant ist.

Redaktion
·
1. Oktober 2026
Bild ist mit Hilfe von KI generiert
Zuletzt aktualisiert: vor 5 Tagen

Der Sprit wird günstiger – zumindest gerade jetzt

Seit Mitternacht ist er da, der neue Tankrabatt, und die ersten Zahlen zeigen: Die Preise fallen tatsächlich ordentlich! Wir hatten euch in einem früheren Beitrag schon erklärt, was der Deal für euch bedeutet – jetzt gibt’s das Update mit den frischen Entwicklungen. Denn klar ist: Der Rabatt ist da, aber wie viel davon wirklich bei euch an der Zapfsäule ankommt, ist eine andere Geschichte.

16,7 Cent Rabatt – rechnerisch

Wie die Tagesschau berichtet, beträgt die Senkung der Energiesteuer eigentlich 14,04 Cent pro Liter. Weil dadurch aber auch weniger Mehrwertsteuer anfällt, ergibt sich am Ende ein Gesamtrabatt von 16,7 Cent pro Liter. Der Rabatt gilt bis zum 31. Dezember – also drei Monate lang, diesmal deutlich länger als beim ersten Tankrabatt im Frühsommer. Für eine 50-Liter-Tankfüllung macht das rechnerisch eine Ersparnis von 8,50 Euro, wenn die Tankstellen den kompletten Rabatt weitergeben – das berichtet news.kununu.com.

Praktisch heißt das: Ein Diesel-Fahrer mit 15.000 Kilometern im Jahr und sieben Litern Verbrauch auf hundert Kilometer spart laut Tagesschau in den drei Monaten rund 44 Euro. Ein Benziner mit 9.000 Kilometern und acht Litern Verbrauch kommt auf etwa 30 Euro Ersparnis. Vorausgesetzt natürlich, der Rabatt landet wirklich komplett bei euch.

Wird wirklich alles weitergegeben?

Und genau da liegt der Knackpunkt. Beim ersten Tankrabatt im Mai und Juni kamen laut ZDF, worüber news.kununu.com berichtet, nur rund 80 Prozent der Entlastung bei den Verbraucher:innen an. Die Tagesschau verweist zudem auf Feststellungen von Ifo-Institut, Monopolkommission und Bundeskartellamt, wonach der Rabatt beim letzten Mal nicht vollständig weitergegeben wurde. Die Mineralölwirtschaft selbst bestreitet das allerdings – der Wirtschaftsverband Fuels und Energie (en2x) erwartet laut Tagesschau sogar eine sofortige und vollständige Weitergabe.

Das Finanzministerium hat angekündigt, dass die Kartellbehörden den Mineralölkonzernen diesmal genauer auf die Finger schauen sollen, wie news.kununu.com berichtet. Ob’s was bringt, wird sich zeigen. Fakt ist aber: Die Preise sind tatsächlich stark gefallen, direkt zum Start.

Warum der Sprit vorher so teuer war

Zur Einordnung: Laut ADAC-Daten, auf die news.kununu.com verweist, kostete ein Liter Super E10 am 17. September noch knapp 2,308 Euro, Diesel sogar 2,471 Euro – ein neuer Dieselrekord. Auslöser der Preisspirale sind laut news.kununu.com der Iran-Nahost-Konflikt und die Sperrung der Straße von Hormus, wodurch der Ölpreis um rund 30 Prozent gestiegen ist. Die Tagesschau ergänzt, dass auch fehlende Raffinerie-Kapazitäten und sogar Niedrigwasser hierzulande für logistische Probleme sorgen können.

Zum Vergleich: Vor Ausbruch des Iran-Kriegs Ende Februar kostete ein Liter Super E10 laut ADAC-Zahlen, die die Tagesschau zitiert, noch 1,78 Euro, Diesel 1,75 Euro. Der Abstand zu den aktuellen Preisen ist also viel größer, als der Tankrabatt ausgleichen kann. Ganz so günstig wie vor dem Krieg wird’s also nicht.

Wer zahlt die Zeche?

Neu gegenüber dem ersten Tankrabatt: Bund und Länder teilen sich die Kosten diesmal zur Hälfte. Die Bundesregierung rechnet laut Tagesschau mit 2,485 Milliarden Euro weniger Steuereinnahmen, news.kununu.com beziffert den Länderanteil auf 1,25 Milliarden Euro. Der erste, zweimonatige Tankrabatt hatte den Bund allein noch rund 1,6 Milliarden Euro gekostet.

Was danach kommt

Spannend wird’s zum Jahreswechsel: Nach news.kununu.com-Informationen soll spätestens zum 1. Januar 2027 ein staatlich geregelter Spritpreisdeckel nach dem Vorbild von Luxemburg und Belgien greifen. Ob der Zeitpunkt hält, ist aber offen – aus dem Wirtschaftsministerium hieß es laut ZDF, es werde „keinen Preisdeckel um jeden Preis“ geben.

Unser Tipp für euch: Augen auf beim Tanken und ruhig mal die Preise vergleichen – gerade in größeren Städten kann der Unterschied zwischen Tankstellen im zweistelligen Centbereich liegen, wie die Tagesschau festhält. Wer kurz vor zwölf Uhr tankt, erwischt oft den günstigsten Preis des Tages.

Das beste Programm im Main-Gebiet hält euch weiter auf dem Laufenden, wenn sich beim Tankrabatt was tut. Jetzt reinhören und bleibt dran!

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