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Sturm im Main-Taunus: 170 Jahre alte Elsbeere in Lorsbach umgeknickt

Ein Sturm hat die 170 Jahre alte, denkmalgeschützte Elsbeere in Lorsbach im Main-Taunus umgeknickt. Alle Infos zu den Schäden im MTK gibt es hier.

Redaktion
·
20. August 2026
Bild ist mit Hilfe von KI generiert
Zuletzt aktualisiert: vor 29 Minuten

Ein Sturm reißt ein Stück Natur-Geschichte um

In der Nacht zum Donnerstag fegte ein heftiger Sturm über Hessen – und hat dabei im Main-Taunus-Kreis (MTK) nicht nur Äste und Verkehrsschilder umgeworfen, sondern auch ein echtes Naturwunder zerstört: Die rund 170 Jahre alte Elsbeere am Bahnhof in Lorsbach ist umgeknickt. Der Stamm des Baumes brach entzwei und fiel auf den Gehweg – zum Teil auch auf das Unterführungsgebäude. Die Gleise blieben zum Glück verschont.

Was diesen Verlust so besonders schmerzhaft macht: Die Elsbeere galt als der älteste Baum Lorsbachs und war als Naturerbe des Landes Hessen ausgezeichnet. Obendrauf stand sie unter Denkmalschutz. Laut NABU zählt die Elsbeere zu den seltensten Baumarten in ganz Deutschland. Mit ihr verschwindet ein Stück lebendige Geschichte aus dem Ortsbild – ein Verlust, der viele Bürgerinnen und Bürger bewegt, wie Ortsvorsteherin Jasmin Georg (BfH) nach Gesprächen mit der Dorfgemeinschaft berichtet.

15 Feuerwehr-Einsätze in einer Nacht

Doch die Elsbeere war nicht das einzige Opfer des Sturms im MTK. Zwischen 18:30 Uhr und 3 Uhr morgens rückte die Feuerwehr im Kreis zu rund 15 Einsätzen aus – das hat Kreis-Sprecher Johannes Latsch auf Anfrage bestätigt. Der Sturm traf die Region punktuell, aber mit voller Wucht.

  • Wallau: Ein Baum stürzte auf einen geparkten Pkw. Zwei weitere Bäume fielen auf die Straße zwischen Langenhain und Wildsachsen – die Fahrbahn konnte aber schnell wieder geräumt werden.
  • Kelkheim-Mitte: In der Sandstraße traf ein 25 Meter hoher Baum die Photovoltaik-Anlage auf einem Hausdach – ein teurer Schaden.
  • Eschborn: Hier lag ein klarer Schwerpunkt des Unwetters. Die Feuerwehr Eschborn musste allein zu acht Einsätzen ausrücken – auch noch am Donnerstagmorgen. Sprecher Daniel Eberlein bestätigte: Umgeknickte Äste, Bäume und Verkehrsschilder prägten das Bild. Personen kamen zum Glück nicht zu Schaden.

Eberlein beschrieb den Sturm treffend: „Der Sturm kam plötzlich, war aber nach 15 bis 20 Minuten auch schnell wieder vorbei.“ Kurz, aber heftig – das trifft es wohl auf den Punkt.

Ein Verlust, der bleibt

Während Straßen geräumt und Schäden behoben werden können, ist der Verlust der Lorsbacher Elsbeere endgültig. 170 Jahre Wachstum, Denkmalschutz, Naturerbe-Status – all das lässt sich nicht einfach ersetzen. Für die Lorsbacher Gemeinschaft ist es mehr als ein umgefallener Baum: Es ist ein Stück Identität, das der Sturm in dieser Nacht mitgenommen hat.

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