
Die Kirche St. Leonhard in Frankfurt ist vollständig restauriert – ab 16. August ist die historische Nordvorhalle wieder für alle geöffnet.
Frankfurt hat wieder ein Stück seiner Geschichte zurück – und was für eines! Die Kirche St. Leonhard am nördlichen Mainufer ist jetzt vollständig restauriert und saniert. Mit der Wiedereröffnung der nördlichen Vorhalle ist das letzte Puzzlestück dieses beeindruckenden Baudenkmals wieder für alle zugänglich. Wer die Kirche noch nicht besucht hat, sollte das schleunigst nachholen. Denn hier steckt der Sound unserer Stadt in Stein gemeißelt – Jahrhunderte Frankfurter Geschichte auf einmal!
Stadtkämmerer Bastian Bergerhoff, der für die von der Stadt finanzierten acht Dotationskirchen zuständig ist, war bei der Vorbesichtigung voller Bewunderung. Er sprach von einer „grandiosen Leistung“ aller Beteiligten und bezeichnete St. Leonhard als „eines der bedeutendsten Kulturdenkmäler“ Frankfurts. Und er hat recht! Lange mussten wir warten – der Hauptbau wurde bereits 2019 wiedereröffnet – aber jetzt ist das Werk wirklich vollständig.
Dompfarrer Johannes zu Eltz fand noch deutlichere Worte: Die „Beharrlichkeit“, mit der die Stadt die „komplizierten, langwierigen und teuren Baumaßnahmen“ zu Ende gebracht habe, sei „wirklich der Bewunderung wert“. Sein Fazit: „St. Leonhard im neuen Glanz ist ein Gewinn für Frankfurt und seine Gäste.“ Schöner kann man es kaum sagen.
Die Dombaumeisterin Julia Lienemeyer vom Amt für Bau und Immobilien erklärte bei einer Vorbesichtigung, warum die Arbeiten an der Nordvorhalle so viele Jahre in Anspruch nahmen. Die größte Herausforderung war die Stabilisierung des Baugrundes. Erst dann konnte die eigentliche Restaurierung beginnen – und die hatte es in sich.
Besonders faszinierend: Bei den Innenrestaurierungsarbeiten wurden im Schutt verborgene „Schätze“ geborgen – Fragmente, die zwischenzeitlich im nahegelegenen Archäologischen Museum zu bestaunen waren. Geschichte zum Anfassen, mitten in Frankfurt!
St. Leonhard ist nicht nur schön – die Kirche hat auch eine spannende Geschichte. Im Mittelalter war sie eine wichtige Station am Jakobsweg. Daran erinnern heute noch die drei Bronze-Figuren von Franziska Lenz-Gerharz aus dem Jahr 1990 auf dem wiederhergestellten Vorplatz. Stab, Hut, Tasche und Jakobsmuschel verraten auf den ersten Blick: Das sind Pilger. Ein starkes Symbol, das die Vergangenheit lebendig hält.
Die Gesamtkosten für die Restaurierung der Nordvorhalle beliefen sich auf 4,3 Millionen Euro – finanziert von der Stadt Frankfurt, dem Hessischen Landesamt für Denkmalpflege und der Deutschen Stiftung Denkmalschutz. Alle Arbeiten blieben dabei im Rahmen des Kostenvoranschlags. Respekt!
Ab dem 16. August ist die restaurierte Nordvorhalle offiziell für alle geöffnet. Und es gibt noch mehr Gründe für einen Besuch:
Ob Kunst-Fan, Geschichtsliebhaber oder einfach stolzer Frankfurter – St. Leonhard ist ein Muss. Das beste Programm im Main-Gebiet passiert manchmal direkt vor eurer Haustür. Also: Augen auf, hingehen und staunen!


Der hessische Kinofilm „Bärenjagen



Der hessische Kinofilm „Bärenjagen

Wir schätzen Ihren Beitrag! Wenn Sie Fragen haben, uns Feedback geben oder einfach nur Hallo sagen möchten, steht Ihnen unser Team gerne zur Verfügung. Bitte zögern Sie nicht, uns über das unten angegebenen Kontaktformular zu kontaktieren.
Dein Beitrag für Radio Frankfurt
Kommentar verfassen
Teilen Sie uns Ihr Anliegen mit. Wir prüfen Ihren Beitrag und veröffentlichen ihn nach Freigabe.