
Sommerwerft und Osthafenfestival locken Zehntausende ans Frankfurter Mainufer. Zwei Festivals, zwei Welten – wir zeigen, was euch erwartet!
Das Frankfurter Mainufer hat an diesem Wochenende wieder mal bewiesen, warum es zu den besten Spots der Stadt gehört. Zwei Festivals, zwei völlig unterschiedliche Welten – und zusammen Zehntausende begeisterte Besucherinnen und Besucher. Der Sound der Weltstadt ist eben unverwechselbar!
Wer auf Trubel, Musik und Street Food steht, der war beim Osthafen-Festival goldrichtig. Die Lindley-Straße hat sich kurzerhand in eine riesige Fressmeile verwandelt – Essen, Drinks und jede Menge Programm. Auf gleich mehreren Bühnen wurde gecovert, was das Zeug hält. Zum Beispiel „Die Drei Deppe“, die beliebte Melodien mit Texten rund um Handkäs und Ebbelwoi auf die Bühne gebracht haben. Typisch Frankfurt, oder?
Für alle, die mal kurz abkühlen wollten: Die „kleinste Disco der Welt“ sorgte mit Sprühnebel für Erfrischung. Wer noch mehr Action wollte, konnte aufs Wasser – per Kanu, Stand-up-Board oder Waterbike. Später sorgte sogar ein großes Löschboot für Aufsehen. Einen Euro musste man übrigens für den Toilettengang hinblättern – oder schlau sein und gleich das Zwölferticket für zehn Euro kaufen.
Ein paar Hundert Meter mainabwärts ticken die Uhren ganz anders. Die Sommerwerft feiert in diesem Jahr ihr 25-jähriges Jubiläum – und das mit Stil. Statt Coverbands gibt es hier ein italienisches Ensemble, das ein pantomimisches Stück aufführt, und das Akrobatenduo „A body and other objects“, das ganz ohne Worte auskommt. Das Motto der 25. Auflage? „The ocean starts in Frankfurt.“ Passend dazu rollt gerade die nächste Hitzewelle auf die Stadt zu.
Organisator Bernhard Bub kann die Hitze entspannt angehen. „Die beiden vorigen Festivals fielen in eine Kaltwetterphase“, sagt er, „und da kamen immer noch 100.000 Leute.“ Ein starkes Zeichen für die Treue des Publikums! Zur Eröffnung am Freitagabend haben bereits mehrere Tausend Menschen die Sommerwerft besucht.
Der Unterschied zum Osthafen-Festival? Bub bringt es selbst auf den Punkt: „Das Osthafen-Festival sei halt so ein Konsumfest. Wir haben hier einen ganz anderen Ansatz, kein Zirkus und bunte Stelzen.“ Bei der Sommerwerft haben die Ausstellenden ihre Stände selbst entwickelt und gebaut – und der Gang auf die Komposttoilette ist kostenlos. Kein Witz!
Noch mehr Grund zum Feiern: Die Sommerwerft hat von der Unesco ein Gütesiegel für ihr fünftägiges Programm erhalten. Ab dem 29. Juli startet außerdem die Initiative „Blue Lab“, die Kultur und Umweltbildung miteinander verbinden soll. Ein Konzept, das zeigt, wie weit sich das Festival seit seinen Anfängen entwickelt hat.
Bub erinnert sich noch gut: „Damals war hier Dead end Frankfurt, und alle zwei Stunden kam mal ein Radfahrer.“ Heute kommen Zehntausende. Die Tendenz für die Zukunft ist dabei klar: „Noch weiter weg vom Konsum.“ Frankfurt, ihr könnt stolz sein – das beste Programm im Main-Gebiet findet direkt vor eurer Haustür statt!
Ob Fressmeile und Coverbands beim Osthafen-Festival oder Pantomime, Akrobatik und Umweltbewusstsein bei der Sommerwerft – Frankfurt hat an diesem Wochenende für jeden etwas geboten. Jetzt reinhören, mitfeiern und das Sommergefühl am Main in vollen Zügen genießen. Wir sagen: So muss Sommer!






Wir schätzen Ihren Beitrag! Wenn Sie Fragen haben, uns Feedback geben oder einfach nur Hallo sagen möchten, steht Ihnen unser Team gerne zur Verfügung. Bitte zögern Sie nicht, uns über das unten angegebenen Kontaktformular zu kontaktieren.
Dein Beitrag für Radio Frankfurt
Kommentar verfassen
Teilen Sie uns Ihr Anliegen mit. Wir prüfen Ihren Beitrag und veröffentlichen ihn nach Freigabe.