
Im Seulberger Feld brannten 2.500 Quadratmeter Feld- und Wiesenfläche – die Polizei ermittelt zur Ursache.
Die Hitzewelle lässt nicht locker – und Hessens Feuerwehren auch nicht. Wie wir bereits in einem früheren Beitrag zu den Waldbränden in Rodenbach, Bad Schwalbach und auf der A7 berichtet haben, kämpfen die Einsatzkräfte in der Region seit Tagen gegen die Folgen extremer Trockenheit. Jetzt gibt es eine neue Entwicklung – diesmal aus dem Hochtaunus.
Am Sonntagabend, dem 10. August 2026, wurde die Freiwillige Feuerwehr Seulberg um 17:18 Uhr erneut zu einem Vegetationsbrand alarmiert. Das Einsatzstichwort: „F WALD 1″. Was die Einsatzkräfte im Seulberger Feld vorfanden, war alles andere als klein: Rund 2.500 Quadratmeter abgeerntete Feld- und Wiesenfläche standen in Flammen.
Durch die anhaltende Trockenheit bestand die akute Gefahr, dass sich das Feuer weiter ausbreitet. Die Einsatzkräfte leiteten daher sofort die Brandbekämpfung ein – eine Entscheidung, die sich auszahlte. Doch der Einsatz war komplex: Zur Sicherstellung der Wasserversorgung mussten zusätzliche Kräfte aus den umliegenden Friedrichsdorfer Stadtteilen nachrücken.
Die Freiwillige Feuerwehr Köppern unterstützte mit einem Tanklöschfahrzeug, die Kameraden aus Burgholzhausen brachten ein Löschfahrzeug sowie den Rollwagen Vegetationsbrand mit. Um die Wasserversorgung durchgehend aufrechtzuerhalten, wurde eigens ein Pendelverkehr mit einem Löschfahrzeug eingerichtet – ein logistischer Kraftakt unter Zeitdruck.
Das gemeinsame Vorgehen zeigte Wirkung: Eine weitere Ausbreitung des Feuers konnte verhindert werden. Nachdem die offenen Flammen gelöscht waren, wurde die gesamte betroffene Fläche kontrolliert und verbliebene Glutnester systematisch abgelöscht. Gegen 19 Uhr waren die Einsatzmaßnahmen beendet.
Die Freiwillige Feuerwehr Seulberg war mit einem Einsatzleitwagen, zwei Löschfahrzeugen und einem Gerätewagen Logistik vor Ort. Ein Rettungswagen stand zusätzlich in Bereitschaft. Noch an Ort und Stelle leitete die Polizei Bad Homburg Ermittlungen zur Brandursache ein.
Als wäre das nicht genug, folgte um 18:28 Uhr eine zweite Alarmierung – diesmal in die Straße „Im Dammwald“. Dort war es ebenfalls zu einem Kleinbrand gekommen. Dieser war jedoch bereits von Anwohnern gelöscht worden, bevor die Feuerwehr eintraf. Zwei Fahrzeuge kontrollierten die Brandstelle – ein weiteres Eingreifen war nicht notwendig.
Erst wenige Wochen zuvor waren in Seulberg bereits 4.000 Quadratmeter Stoppelfeld abgebrannt. Und auch anderswo in Hessen ist die Lage angespannt: In Rodenbach bedrohten mehrere Brandstellen über tausende Quadratmeter Ferienhäuser, in Bad Schwalbach brannten rund 8.000 Quadratmeter – drei Feuerwehrleute wurden dabei leicht verletzt. Rauch eines Brandes in Nordhessen sorgte zudem für die Sperrung der A7.
Die Botschaft ist klar: Die Waldbrandgefahr in der Region ist weiterhin hoch. Bleibt vorsichtig, meidet betroffene Gebiete – und haltet Radio Frankfurt im Ohr. Wir halten euch auf dem Laufenden!






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