
E-Scooter in Frankfurt nerven – aber warum? Kolumnist Michi Herl erklärt, was E-Rollernde dringend ändern sollten, um sicher und respektvoll unterwegs zu sein.
Wer täglich durch Frankfurt radelt, kennt das Gefühl: Der Verkehr ist ein wildes Durcheinander aus Fußgängern, Radlern, Autos – und seit einigen Jahren eben auch E-Scootern. Kolumnist Michi Herl vom Journal Frankfurt bringt es auf den Punkt: E-Rollernde benehmen sich oft wie flüchtende Kakerlaken im Straßenverkehr. Und das muss sich ändern!
Michi Herl fährt seit fast 44 Jahren täglich Fahrrad in Frankfurt. Davor war er schon in München, Pirmasens und Mailand auf zwei Rädern unterwegs – Radfahren lernte er einst auf dem Parkplatz des San Siro-Stadions. Kurz gesagt: Dieser Mann hat Erfahrung. Jede Menge davon.
Er erinnert sich noch gut daran, wie es früher war: kaum Radwege, alle Autos hassten die Radfahrer – und trotzdem (oder gerade deswegen) fühlte man sich als Radler sauwohl. Man flitzte mit dem Verkehr mit, ignorierte Einbahnstraßen, und irgendwann wurde das alles zur Normalität. Frankfurt hat sich verändert, der Verkehr hat sich verändert – und dann kamen die E-Scooter.
Laut Herl haben die elektrischen Roller ein echtes Problem: Ihre Nutzerinnen und Nutzer behandeln sie nicht als vollwertige Verkehrsmittel, sondern als Spielzeug. Genau das führt zu dem nervösen, unberechenbaren Fahrverhalten, das viele Frankfurterinnen und Frankfurter schon zur Weißglut getrieben hat. Keine klare Linie, kein Selbstvertrauen, kein richtiges Einordnen in den Verkehrsfluss – stattdessen ein ständiges Zickzack-Gehampel auf Straßen und Gehwegen.
Das ist nicht nur nervig, sondern auch gefährlich. Kein Wunder also, dass die Polizei Frankfurt zuletzt verstärkt E-Scooter-Fahrende kontrolliert hat.
Herls Botschaft ist klar und direkt – ganz im Sinne des Sound der Weltstadt. Sein Rat an alle E-Rollernden in Frankfurt lautet: Habt mehr Selbstvertrauen! Ordnet euch in den Verkehr ein, bewegt euch mit Überzeugung und respektiert die, die es verdienen. Wer klar und selbstbewusst unterwegs ist, sorgt für weniger Chaos – und macht das Miteinander für alle einfacher: für Fußgängerinnen und Fußgänger, Radfahrende, die wenigen verbliebenen Autofahrerinnen und Autofahrer – und eben auch für die E-Scooter-Community selbst.
Das klingt simpel, ist aber gold wert. Denn am Ende wollen wir alle dasselbe: sicher und entspannt von A nach B kommen – ob zu Fuß, auf dem Rad oder eben auf dem E-Roller.
Frankfurt wächst, der Verkehr wird vielfältiger, und neue Fortbewegungsmittel wie E-Scooter gehören längst zum Stadtbild. Das ist gut so! Aber nur, wenn alle Verkehrsteilnehmenden – egal auf welchem Gefährt – mit Respekt und ein bisschen Rückgrat unterwegs sind, funktioniert das Miteinander. Michi Herl bringt das auf seine gewohnt direkte Art auf den Punkt: nicht wie flüchtende Kakerlaken durch die Stadt schleichen, sondern mit Haltung fahren.
Also, liebe E-Scooter-Fahrende in Frankfurt: Nehmt euch die Worte zu Herzen. Zeigt, dass ihr den Straßen dieser Stadt gewachsen seid – und macht Frankfurt zu einem noch cooleren Ort zum Fahren. Für alle!






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