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Serielles Bauen in Frankfurt: Ausstellung im MAK stellt die großen Fragen

Das Museum Angewandte Kunst Frankfurt zeigt eine spannende Ausstellung zum seriellen Bauen. Schrecklich oder praktisch? Jetzt mehr erfahren!

Redaktion
·
23. Juli 2026
Bild ist mit Hilfe von KI generiert
Zuletzt aktualisiert: vor 2 Stunden

Beton-Tristesse oder geniale Lösung? Frankfurt zeigt beides!

Wer bei „seriellem Bauen“ sofort an graue Betonklötze und seelenlose Wohnwaben denkt, liegt nicht komplett falsch – aber eben auch nicht ganz richtig. Das Museum Angewandte Kunst (MAK) in Frankfurt widmet dem Thema jetzt eine eigene Ausstellung und stellt dabei eine Frage, die uns alle angeht: Ist Bauen in Serie schrecklich – oder furchtbar praktisch?

Der Sound der Weltstadt Frankfurt klingt nicht nur nach Bankentürmen und Skyline. Er klingt auch nach den Millionen Menschen, die in dieser Stadt und ihrer Umgebung wohnen müssen. Und genau da kommt das serielle Bauen ins Spiel.

Was steckt hinter der Ausstellung?

Die Schau im MAK trägt den Titel „Im Modus der Serie: Differenz, Variation und Wiederholung in Architektur und Design“ und nimmt Frankfurter Besucherinnen und Besucher mit auf eine Reise durch die Geschichte des vorgefertigten Bauens. Dabei geht es nicht nur um Kritik oder Nostalgie – sondern um einen ehrlichen Blick auf das, was Serialität in der Architektur wirklich bedeutet.

Ein Beispiel aus der Ausstellung macht das besonders deutlich: Eine Wohnanlage in Nürnberg-Langwasser, entworfen von Steidle und Partner, entstand als Teil des Elementa-Wettbewerbs aus dem Jahr 1972. Sie steht für vorgefertigten Stahlbetonbau – und zeigt, dass Serialität nicht zwingend Einfallslosigkeit bedeuten muss. Auch eine Luftbildaufnahme der Siedlung Betondorp in Amsterdam aus dem Jahr 1948 ist Teil der Ausstellung – ein eindrucksvolles Zeugnis dafür, dass es immer darauf ankommt, was man aus dem seriellen Prinzip macht.

Wo bleibt Platz für Grün und Gespräche?

Die Ausstellung stellt auch unbequeme Fragen: Wieviel Individualität verträgt ein Gebäude, das nach dem Baukastenprinzip entsteht? Wo bleibt Raum für Begegnung, für Natur, für das echte Leben zwischen den Häusern? Das sind keine rein architektonischen Fragen – das sind Fragen über unser aller Alltag in der Stadt.

Gerade in einer Metropole wie Frankfurt, wo Wohnraum knapp und teuer ist, bekommt das Thema eine ganz neue Aktualität. Serielles Bauen könnte ein Teil der Antwort auf die Wohnungsnot sein – wenn es richtig gemacht wird.

Hingehen lohnt sich!

Das Museum Angewandte Kunst in Frankfurt lädt ein, selbst zu urteilen. Die Ausstellung zeigt: Serielles Bauen ist kein Schimpfwort, sondern ein spannendes Kapitel der Architekturgeschichte – mit echter Relevanz für heute. Wer das beste Programm im Main-Gebiet kennt, weiß: Frankfurt hat immer etwas zu entdecken. Also rein ins MAK und selbst ein Bild machen!

Mehr Infos zur Ausstellung findet ihr direkt beim Museum Angewandte Kunst Frankfurt.

Quellen


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