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40 Jahre danach: „Die Soccers

Nach 40 Jahren feiern „Die Soccers

Redaktion
·
23. Juli 2026
Bild ist mit Hilfe von KI generiert
Zuletzt aktualisiert: vor 1 Stunde

Eine Band kehrt zurück – und die Gänsehaut ist garantiert!

Stell dir vor, du stehst nach 40 Jahren wieder mit deinen Kumpels auf der Bühne – und es fühlt sich an, als wäre die Zeit einfach stehengeblieben. Genau das erleben gerade Matthias Biedenkapp, Stephan und Rainer Hild sowie Andreas Demuth. Die vier Friedrichsdorfer sind „Die Soccers“ – und die feiern ein Revival, das niemand so schnell vergessen wird!

Von der FSV-Faschingsfeier zur Kultband der Region

Die Geschichte der „Soccers“ beginnt Anfang der 1980er-Jahre in Dillingen. Stephan Hild, Rainer Hild und Matthias Biedenkapp kannten sich von der Dillinger Kerb und vom Fußball beim FSV. Als ihr Verein fragte, ob sie zur Faschingsfeier etwas beisteuern wollen, hatten die drei eine zündende Idee: eine eigene Band gründen. „Wir haben alle ein Instrument gespielt und so kam der Gedanke auf, dass wir als Band auftreten“, erinnert sich Biedenkapp.

Einen Namen hatten sie zunächst noch gar nicht – bis ein Lokaljournalist beim Debütauftritt nachfragte. Spontan entschieden sie sich für „Die Soccers“, weil sie alle Fußball spielten. Ihr erstes eigenes Stück? „Mer sind die Fans vom FSV“ – und das Publikum rastete aus. Der damalige Zeitungsbericht schwärmte von den „Buben aus den Reihen der B-Jugend“, die die Stimmung „auf volle Höhe und das Publikum auf die Stühle“ brachten.

216 Auftritte – und sogar bis nach Frankfurt

Nach dem Debüt begann der Erfolgslauf. Die „Soccers“ wurden zur gefragten Tanz- und Unterhaltungskapelle in der Region, spielten auf unzähligen Vereinsfesten und Faschingsfeiern – und schafften es sogar bis nach Frankfurt. Visitenkarten wurden gedruckt, professionelle Fotos gemacht. Andreas Demuth stieß als Schlagzeuger dazu und hatte einen weiteren Vorteil: Er war der Erste im Quartett mit Führerschein, was die Band-Logistik erheblich vereinfachte.

Ihren ersten Auftritt bei der Dillinger Kerb hatten sie bereits 1979 – ein Heimspiel. Danach waren sie dort Jahr für Jahr auf der Bühne zu sehen. Insgesamt standen die „Soccers“ 216 Mal auf der Bühne, bevor 1986 der letzte gemeinsame Gig stattfand. Stephan Hild erklärt, warum die Band damals auseinanderging: „Mein Bruder wollte sich musikalisch weiterentwickeln“ – Rainer Hild ist der einzige der vier, der Berufsmusiker wurde. Dazu kamen Familiengründungen. Doch Freunde sind die vier geblieben und haben sich seitdem zu jedem runden Geburtstag mit einem Ständchen getroffen.

Gänsehaut-Momente beim ersten Proben nach Jahrzehnten

Jetzt, 40 Jahre nach dem letzten Gig, ist es wieder soweit. Frank Knoblich und sein Orga-Team hatten die zündende Idee: Zum Jubiläum 50 Jahre Dillinger Kerb sollten die „Soccers“ noch einmal auf die Bühne. Und die vier sagten Ja – mit einem klaren Plan: kein abendfüllendes Programm, sondern ein kompakter Zwischen-Gig von rund 20 bis 30 Minuten am Freitagabend.

Die erste Probe nach all den Jahrzehnten fand wieder dort statt, wo alles begann: im Probenkeller in Biedienkopps Elternhaus. „Bei unserer ersten Probe hat alles erstaunlich gut mit unserem Zusammenspiel geklappt“, erzählt Biedenkapp. „Es fühlt sich einfach super an, wieder zusammenzuspielen.“ Die Emotionen beim Wiedersehen waren groß – Biedienkopps Mutter hatte sogar Tränen in den Augen.

Auf der Set-Liste stehen Evergreens, die das Publikum mitsingen kann: „Ein Bett im Kornfeld“, „Über den Wolken“, „Country Rose“ und „Weine nicht, kleine Eva“. Dazu haben sich die vier extra T-Shirts in Retro-Optik drucken lassen – mit einem Foto aus ihren goldenen „Soccers“-Zeiten. Das korallenrote Hemd aus damals hängt übrigens immer noch in Biedienkopps Probenraum.

Freitag, 24. Juli: Seid dabei!

Wer die Dillinger Kultband live erleben will, muss am Freitag, 24. Juli, zur Dillinger Kerb in der Dillinger Straße kommen. Ab 19 Uhr spielt zunächst die Band „Miko Rock“ – in der Pause gehört die Bühne dann den „Soccers“. Ein Abend voller Nostalgie, guter Musik und echtem Gemeinschaftsgefühl. Das ist Frankfurt-Region pur – und wir von Radio Frankfurt finden: genau solche Geschichten machen unsere Heimat so besonders!

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