
Philipp Kraft aus Dörnigheim wurde unfreiwillig zum Werbegesicht auf Frankfurter Mülleimern – für die Kampagne Zero Waste Frankfurt.
Manchmal kommt der Ruhm auf Umwegen – und manchmal klebt er einfach auf einem Glascontainer. Genau das ist Philipp Kraft aus Dörnigheim passiert! Der Maintaler hat nie davon geträumt, Model zu werden. Und trotzdem prangt sein Gesicht seit dem Frühling auf Glascontainern und Mülleimern im ganzen Stadtgebiet Frankfurt. Entdeckt hat das nicht er selbst – sondern ein Kumpel, der zufällig an einem der Behälter vorbeispaziert ist. Wir finden: Das ist eine der lustigsten Geschichten, die Frankfurt in letzter Zeit zu bieten hat!
Hinter dem unerwarteten Auftritt steckt eine echte Mission. Philipp Kraft wirbt auf den Stickern für die Kampagne „Zero Waste Frankfurt“ – eine Initiative des Umweltamts der Stadt Frankfurt. Das Ziel ist ehrgeizig: Der Restmüll pro Kopf und Jahr soll von derzeit 205 Kilogramm auf 120 Kilogramm gesenkt werden. Frankfurt will damit eine der ersten Zero Waste Cities in ganz Deutschland werden. Ein starkes Ziel – und offenbar braucht es dafür auch starke Gesichter!
Philipp Kraft ist übrigens kein gewöhnlicher Passant, der zufällig vor eine Kamera geraten ist. Er ist Inhaber des Tattoo-Studios „Iron Horse“ am Käthe-Jonas-Platz in Dörnigheim. Für die Kampagne wurde er fotografiert – was danach mit den Bildern passierte, hat ihn dann aber doch überrascht. Monate später machte ihn erst ein Bekannter darauf aufmerksam, dass sein Konterfei inzwischen auf Frankfurts Straßen klebt.
Die Geschichte zeigt: Das Main-Gebiet und Frankfurt hängen enger zusammen, als man manchmal denkt. Ein Maintaler wird zum Gesicht einer Frankfurter Stadtkampagne – und erfährt es durch Zufall. Das klingt nach einem Film, ist aber echtes Leben direkt vor unserer Haustür. Und genau das lieben wir hier bei Radio Frankfurt: Geschichten, die zeigen, was in unserer Region passiert und die Menschen bewegt.
Ob Philipp Kraft jetzt öfter an Glascontainern vorbeiläuft und nach sich selbst Ausschau hält? Wir würden es ihm nicht verdenken. Eines ist jedenfalls klar: Für die gute Sache – weniger Müll, sauberere Stadt – ist sein unfreiwilliger Modeljob eine runde Sache. Frankfurt packt das Thema Nachhaltigkeit an, und wer weiß: Vielleicht klebt demnächst das nächste bekannte Gesicht aus der Region auf dem nächsten Mülleimer um die Ecke.
Die Kampagne richtet sich an alle Frankfurterinnen und Frankfurter – und natürlich auch an alle, die täglich in die Stadt pendeln. 205 Kilogramm Restmüll pro Person und Jahr ist eine Zahl, die sich gewaschen hat. Das Ziel, diese Menge auf 120 Kilogramm zu drücken, erfordert ein Umdenken im Alltag: weniger wegwerfen, mehr trennen, bewusster konsumieren. Frankfurt will dabei Vorreiter in Deutschland sein – und das ist definitiv eine Ansage, über die es sich lohnt, nachzudenken.
Also, das nächste Mal wenn ihr an einem Glascontainer in Frankfurt vorbeikommt: Schaut mal genau hin. Vielleicht schaut euch jemand aus dem Main-Kinzig-Kreis zurück – und weiß es selbst noch nicht mal!






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