
Die Ringmauer-Sanierung in der Römerstadt läuft seit Juni wieder – und bunte Stofffetzen in den Mauerrissen hatten einen überraschenden Zweck als Vogelschutz.
Wer in den letzten Wochen an der historischen Ringmauer in der Römerstadt spaziert ist, hat sie bestimmt gesehen: bunte Stofffetzen, die aus den Rissen des denkmalgeschützten Gemäuers herausragen. Was nach Zufall oder Vandalismus aussah, hatte tatsächlich einen konkreten Zweck – und jetzt gibt es endlich Klarheit. Denn die Sanierung der Ringmauer läuft seit Juni wieder, nachdem das Projekt monatelang stillstand.
Die bunten Fetzen in den Mauerrissen sorgten bei Spaziergängern und Anwohnern für jede Menge Fragezeichen. Inzwischen ist klar: Die Stofffetzen sollten Vögel davon abhalten, sich in den Rissen der Ringmauer einzunisten. Ein einfacher, aber wirkungsvoller Trick – denn bevor Sanierungsarbeiten an einem denkmalgeschützten Bauwerk wie der Römerstadt-Ringmauer fortgesetzt werden können, muss sichergestellt sein, dass keine Tiere in den betroffenen Bereichen brüten oder nisten.
Für viele Nachbarn und Spaziergänger war das trotzdem erstmal ein rätselhafter Anblick. Kein Wunder, dass die Gerüchteküche brodelte – und manch einer schon spekulierte, das Abschlussdatum der Baustelle würde wohl „noch ein paar Mal überklebt“ werden.
Die Ringmauer in der Römerstadt ist kein gewöhnliches Bauwerk. Als denkmalgeschütztes Objekt stellt sie besondere Anforderungen an die Sanierung – sowohl handwerklich als auch in Bezug auf Natur- und Tierschutzvorgaben. Dass die Arbeiten nach monatelangem Stillstand im Juni wieder aufgenommen wurden, ist deshalb eine echte gute Nachricht für alle, die sich um den Erhalt dieses Stücks Frankfurter Geschichte sorgen.
Die zähe Ringmauer-Sanierung ist dabei kein Einzelfall in der Region. Auch anderswo im Main-Gebiet sorgen Bauprojekte immer wieder für Verzögerungen und Geduldsproben. Wer etwa regelmäßig auf der A671 unterwegs ist, kennt das nur zu gut: Wie wir in einem früheren Beitrag berichtet haben, öffnete die A671-Brücke bei Hochheim zwar wieder mit je zwei Fahrspuren pro Richtung – doch die Erleichterung war nur von kurzer Dauer, denn eine erneute Teilsperrung folgte bereits eine Woche später. Für Pendlerinnen und Pendler im Main-Taunus-Kreis bleibt die Lage also angespannt.
Ob Brücke oder Ringmauer – große Bauprojekte brauchen Zeit, und das erfordert manchmal jede Menge Geduld von allen Beteiligten. Aber hey: Dass die Römerstadt-Mauer jetzt endlich wieder in Angriff genommen wird, ist definitiv ein Schritt in die richtige Richtung!
Wie lange die Sanierung der Ringmauer noch dauern wird, bleibt abzuwarten. Die Skepsis mancher Anwohner ist verständlich – aber immerhin: Die Baustelle lebt wieder. Und die Stofffetzen haben ihren Job getan. Haltet die Augen offen, wenn ihr durch die Römerstadt schlendert – und bleibt gespannt, wie sich das Projekt weiterentwickelt. Wir halten euch auf dem Laufenden!






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