
Jährlich verletzen sich 2.500 Kinder bei E-Scooter-Unfällen. Ärzte fordern jetzt ein Verbot für unter 14-Jährige und eine Helmpflicht für alle Fahrer.
Was auf den ersten Blick nach Spaß und coolem Schulweg klingt, endet für erschreckend viele Kinder und Jugendliche im Krankenhaus. Die Deutsche Gesellschaft für Kinder- und Jugendchirurgie hat jetzt in Berlin Alarm geschlagen – und fordert klare Konsequenzen. Jährlich verletzen sich rund 2.500 Kinder bei Unfällen mit E-Scootern. Das sind Zahlen, die wachrütteln!
Die Chirurginnen und Chirurgen machen keinen Hehl daraus, was sie sich von der Politik wünschen. Ihr Forderungspaket ist konkret und deutlich:
Die Deutsche Gesellschaft für Kinder- und Jugendchirurgie brachte es am Dienstag in Berlin auf den Punkt: „Was als flexibler und angesagter Freizeitspaß oder schnelle und bequeme Option für die Schulfahrt gilt, endet für viele Kinder und Jugendliche im Krankenhaus.“ Starke Worte – aber angesichts der Zahlen leider mehr als berechtigt.
Klingt krass? Ist es auch. Laut den Chirurginnen und Chirurgen sind E-Scooter für Kinder sogar noch riskanter als Trampolinspringen – und das will schon etwas heißen. Besonders bitter: Bisher gibt es in Deutschland keine Helmpflicht für E-Scooter-Fahrer. Wer also auf einem dieser Roller unterwegs ist – ob jung oder alt – muss keinen Helm tragen. Das ist eine Lücke, die die Ärzteschaft jetzt dringend schließen will.
E-Scooter wirken auf viele Kinder und Jugendliche selbstverständlich und einfach zu bedienen. Doch genau diese trügerische Sicherheit wird vielen zum Verhängnis. Fehlende Schutzausrüstung und mangelnde Fahrerfahrung – das ist eine Kombination, die auf Straßen und Gehwegen schnell gefährlich werden kann. Die Forderung nach gezielten Fahrtrainings soll genau hier ansetzen und mehr Bewusstsein für die Risiken schaffen.
Auch in der Mainmetropole sind E-Scooter aus dem Stadtbild nicht mehr wegzudenken. Ob auf dem Weg zur Schule, durch die Innenstadt oder am Mainufer – die kleinen Flitzer sind überall. Umso wichtiger ist es, dass Eltern und Kinder die Risiken kennen und ernst nehmen. Solange es kein gesetzliches Verbot und keine Helmpflicht gibt, liegt die Verantwortung bei uns allen. Helm auf – immer. Und für Kinder unter 14? Lieber auf sichere Alternativen setzen!
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