Frankfurts freie Theaterszene bekommt neue Förderung! Welche Gruppen Projektmittel erhalten und wie das Theater Alte Brücke gerettet werden soll, lest ihr hier.
Gute Nachrichten für alle Kulturbegeisterten im Main-Gebiet! Frankfurts freie Theaterszene bekommt Unterstützung – auch wenn der Weg dorthin alles andere als reibungslos war. Die Stadtverordnetenversammlung hat über den Ältestenausschuss eine Art Vorschlag zur Güte beschlossen, der mehreren betroffenen Gruppen und Spielorten unter die Arme greift. Der Sound der Weltstadt lebt eben nicht nur von Musik – sondern auch von Kunst, Kultur und Theater!
Konkret geht es um Gruppen und Künstlerinnen, die aus der Förderliste für die Dreijahresförderung herausgefallen sind. Die Begründung: Die Fristen seien zu kurz gewesen, als dass die Betroffenen noch hätten umplanen können. Folgende Namen stehen dabei im Mittelpunkt:
Diese Gruppen und Einzelkünstlerinnen können nun Projektmittel beantragen – eine wichtige Brücke, damit kreative Arbeit in Frankfurt nicht einfach wegbricht.
Besonders dramatisch war die Lage beim Theater Alte Brücke. Dem Haus drohte wegen fehlender Mietzuschüsse die Schließung. Jetzt soll eine Einmalzahlung über etwa die Hälfte der anfallenden Kosten helfen, das Theater am Leben zu erhalten. Ein echtes Aufatmen für alle, denen Frankfurts Kulturlandschaft am Herzen liegt!
Hinter den Kulissen war monatelang Frust angesagt. Nach der Kommunalwahl am 15. März dauerte es lange, bis die parlamentarische Arbeit in der Stadt richtig in Fahrt kam. Einen Kulturausschuss, in dem die Lage hätte diskutiert werden können, gab es zunächst nicht. Protestschreiben der betroffenen Künstlerinnen und Künstler sowie die Bündnisse der freien Szene fanden schlicht keinen Raum – ein Zustand, der nicht nur die direkt Betroffenen störte.
Der grundsätzliche Gedanke hinter der Reform ist dabei gar nicht schlecht: Spiel- und Probenorte sollen von den konkreten Gruppen, Einzelkünstlern und Projekten der freien Theaterszene getrennt gefördert werden. Wie das in der Praxis gut ausgestaltet werden kann, darüber hätte man sich eine breitere Debatte gewünscht.
Die aktuelle Mehrjahresförderung gilt zunächst nur für ein Jahr. Aber auch 2027 wird schnell vorbei sein! Eine komplett neue „Förderlogik“ soll dann ab 2028 greifen. Diese Neukonzeption ist bereits beschlossen und steht öffentlich im Parlamentsinformationssystem Parlis der Stadt Frankfurt zum Nachlesen bereit. Es lohnt sich, da mal reinzuschauen – und die Gespräche darüber weiterzuführen.
Frankfurt ist und bleibt eine Weltstadt der Kultur. Damit das so bleibt, braucht es eine starke freie Szene – und eine Stadtpolitik, die ihr den nötigen Raum gibt. Wir bei Radio Frankfurt bleiben für euch am Ball! Jetzt reinhören und keine News aus dem Main-Gebiet verpassen.






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