Einbruch in Karlstein, Verfolgungsjagd über Frankfurter Autobahnen: Ein 33-Jähriger wurde in Niederursel festgenommen.
Ein mutmaßlicher Einbruch in ein Spielwarengeschäft im unterfränkischen Karlstein hat in der Nacht zum Samstag zu einer spektakulären Verfolgungsjagd geführt – mit Endstation in Frankfurt-Niederursel. Bayerische und hessische Polizeikräfte arbeiteten dabei Hand in Hand und nahmen einen 33-jährigen Verdächtigen aus Nordrhein-Westfalen vorläufig fest. Sein Komplize ist noch auf der Flucht. Die Ermittlerinnen und Ermittler suchen jetzt dringend Zeugen!
Gegen 3.00 Uhr morgens schlug der Einbruchsalarm in einem Spielwarengeschäft im Karlsteiner Ortsteil Dettingen an. Die Videoüberwachungsanlage des Geschäfts filmte zwei mutmaßliche Täter, die anschließend mit Spielkarten samt Vitrinen im Wert von mehreren zehntausend Euro flüchteten. Als Fluchtfahrzeug nutzten sie einen roten Fiat Punto mit ST-Kennzeichen.
Bereits gegen 3.15 Uhr konnte ein Streifenwagen der Verkehrspolizeiinspektion Aschaffenburg-Hösbach das Fahrzeug im Bereich Kleinostheim stoppen – zumindest fast. Anstatt anzuhalten, gab der Fahrer Gas und streifte dabei den Streifenwagen, der dabei leicht beschädigt wurde. Die Verfolgung war eröffnet.
Die beiden Männer rasten zunächst über die Autobahn 3 in Richtung Frankfurt. Am Autobahnkreuz Offenbach wechselten sie auf die Autobahn 661 in Richtung Oberursel. Am Autobahnkreuz Bad Homburg verließen sie die Fahrtrichtung und fuhren auf die Autobahn 5 auf – nun in die entgegengesetzte Richtung. In dieser Phase verloren die Beamten den roten Fiat kurzzeitig aus dem Blick.
Genau in diesem Moment dürfte der Komplize das Auto verlassen haben. Bei der späteren Festnahme war jedenfalls nur noch der Fahrer im Wagen. Auch ein Polizeihubschrauber war im Einsatz, um den Flüchtigen zu verfolgen.
Das Ende der Flucht kam schließlich in Niederursel: Gegen 3.45 Uhr verließ der Fiat die Autobahn 661 an der Anschlussstelle Heddernheim und verunfallte an der Kreuzung Marie-Curie-Straße / Rosa-Luxemburg-Straße – ohne Einwirkung der Polizei. Herbeieilende Streifenwagen keilten das Fahrzeug ein, und der 33-jährige Verdächtige wurde vorläufig festgenommen.
Der zweite Täter ist weiterhin auf der Flucht. Deshalb bitten die Ermittlerinnen und Ermittler des Polizeipräsidiums Unterfranken und des Polizeipräsidiums Südosthessen jetzt die Bevölkerung um Mithilfe. Konkret werden folgende Fragen gestellt:
Hinweise nimmt die Kriminalpolizei in Offenbach unter der Rufnummer 069 8098-1234 entgegen. Alternativ könnt ihr euch auch an die Kriminalpolizei Aschaffenburg unter 06021/857-1733 wenden. Jeder Hinweis kann entscheidend sein – also meldet euch, wenn ihr etwas gesehen habt!






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