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Psychische Gesundheit in Frankfurt: Eine Aufgabe für uns alle!

Psychische Gesundheit in Frankfurt ist mehr als ein persönliches Thema. Die Stiftung Polytechnische Gesellschaft zeigt, wie die Stadt gemeinsam handelt.

Redaktion
·
14. August 2026
Bild ist mit Hilfe von KI generiert
Zuletzt aktualisiert: vor 7 Stunden

Frankfurt, wir müssen reden – über psychische Gesundheit!

Jeder vierte bis fünfte Erwachsene erlebt bundesweit jährlich eine psychische Erkrankung. Das sind viele Menschen – auch hier bei uns in Frankfurt. Krisen, wirtschaftliche Unsicherheit, Einsamkeit und die Nachwirkungen der Corona-Pandemie: All das verdichtet sich in einer Stadt wie Frankfurt ganz besonders. Aber zum Glück gibt es Menschen, die genau hier ansetzen und aktiv etwas verändern wollen.

Christina Braun, Projektleiterin Fördermanagement der Stiftung Polytechnische Gesellschaft in Frankfurt, bringt es auf den Punkt: Psychische Gesundheit ist nicht nur eine persönliche Angelegenheit – sie ist eine stadtgesellschaftliche Aufgabe. Und die Stiftung handelt entsprechend.

Mehr als 50 Projekte, rund eine halbe Million Euro – und echte Wirkung

Seit 2023 fördert die Stiftung Polytechnische Gesellschaft Projekte zur Stärkung der psychischen Gesundheit in Frankfurt. Die Bilanz kann sich sehen lassen: Mehr als 50 gemeinnützige Projekte wurden mit rund einer halben Million Euro unterstützt. Darunter Aufklärungsprojekte, Beratungsangebote für junge Menschen, Hilfe für Geflüchtete und Angebote für Familien mit psychisch erkrankten Elternteilen. Auch das Sorgentelefon Frankfurt und das Freie Theaterhaus Frankfurt gehörten zu den Geförderten.

Die wichtigste Erkenntnis aus diesen Jahren: Niedrigschwellige Zugänge und Entstigmatisierung sind entscheidend, damit Menschen frühzeitig die passende Hilfe finden. Und: Der enge Austausch zwischen Stadt, Versorgungssystem und Zivilgesellschaft macht den Unterschied.

Besonders im Fokus: Kinder, Jugendliche und belastete Lebenslagen

Warum liegt ein Schwerpunkt auf jungen Menschen? Ganz einfach: 75 Prozent aller psychischen Erkrankungen treten erstmals vor dem 25. Lebensjahr auf. Frühe Unterstützung in Schulen, Familien, der Jugendhilfe und im sozialen Umfeld ist deshalb keine Option – sie ist eine Notwendigkeit. Daneben stehen Menschen in besonders belasteten Lebenssituationen im Mittelpunkt, etwa Geflüchtete oder Angehörige psychisch erkrankter Personen.

Ein wichtiger Kooperationspartner ist dabei tomoni mental health – gemeinsam werden Angebote für Schülerinnen und Schüler sowie Fortbildungen für Lehrkräfte entwickelt. Außerdem steht die Stiftung im Austausch mit dem Gesundheitsamt, dem Universitätsklinikum und dem Runden Tisch FraMe.

Neuer Schwerpunkt: Social Media, Medienkompetenz und psychische Gesundheit

Der neueste Schritt der Förderlinie ist eine logische Weiterentwicklung: Soziale Medien gehören heute zum Aufwachsen dazu – mit allem, was das bedeutet. Austausch, Zugehörigkeit und Information auf der einen Seite. Vergleichsdruck, Schlafprobleme, Cybermobbing, Desinformation und suchtartige Nutzung auf der anderen. Die Stiftung will junge Frankfurterinnen und Frankfurter und ihr Umfeld für einen selbstbestimmten, reflektierten Umgang mit sozialen Medien stärken.

Konkret gefördert werden Präventions- und Bildungsangebote, Peer-to-Peer-Programme, Beratungs- und Therapieangebote sowie kreative Formate zur Reflexion der Mediennutzung – inklusive der sogenannten „Abschaltkompetenz“. Medienkompetenz und psychische Gesundheit zusammenzudenken: Das ist der Ansatz, der Frankfurt als gesunde Stadt voranbringt.

Die Vision: Frankfurt als gesunde, solidarische Stadtgesellschaft

Das Ziel ist klar formuliert: Psychische Gesundheit soll in Frankfurt kein Tabuthema mehr sein. Kinder und Jugendliche sollen früh passende Unterstützung finden, Familien sollen gestärkt werden, weniger Menschen sollen einsam sein. Prävention statt Reaktion – das ist das Motto. Denn eine lebendige Stadt entsteht dort, wo Menschen Teilhabe, Gemeinschaft und Selbstwirksamkeit erleben. Wo ein starkes „Wir“ entsteht.

Übrigens: Wer das Thema vertiefen möchte, kann sich schon jetzt folgende Termine vormerken – die Frankfurter Psychiatriewoche findet vom 3. bis 11. September statt, der Welttag der Suizidprävention ist am 10. September, und die Woche der Seelischen Gesundheit läuft vom 10. bis 20. Oktober.

Mehr Infos zur Arbeit der Stiftung Polytechnische Gesellschaft gibt es unter sptg.de. Der Sound der Weltstadt ist eben nicht nur Musik – er ist auch das Zusammenklingen von Menschen, die füreinander da sind!

Quellen


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