
Polizeieinsatz bei der Lorsbacher Kerb: Ein Auto mit Blutspuren wurde im Wald gefunden, ein Hubschrauber lokalisierte den verletzten Verdächtigen.
Was eigentlich ein fröhliches Volksfest sein sollte, wurde am Samstagnachmittag von einem Großeinsatz der Polizei überschattet: Während der Lorsbacher Kerb rückte die Polizei mit starken Kräften aus – und das Fest musste zeitweise sogar geräumt werden. Was steckt dahinter? Hier sind alle Infos, die bisher bekannt sind.
Alles begann gegen 16.10 Uhr: Von einem Pkw wurde ein Notruf abgesetzt, der Koordinaten in einem Waldstück bei Lorsbach übermittelte. Einsatzkräfte von Feuerwehr und Polizei machten sich sofort auf den Weg – und fanden das Fahrzeug gegen 16.50 Uhr mit geöffneten Türen und Blutanhaftungen im Waldgebiet. Von Personen keine Spur.
Damit war klar: Die Lage war ernst. Die Polizei leitete umfangreiche Suchmaßnahmen ein und forderte zusätzlich einen Polizeihubschrauber an, der das Waldgebiet aus der Luft absuchte.
Der Einsatz aus der Luft brachte schließlich den entscheidenden Durchbruch: Gegen 17.45 Uhr gelang es dem Hubschrauber, einen verdächtigen Mann zu lokalisieren. Die Einsatzkräfte konnten ihn im Bereich Brückenstraße/Talstraße festnehmen. Der Mann war verletzt.
Zum Zeitpunkt der Polizeimitteilung – gegen 20 Uhr am Samstagabend – liefen am Einsatzort noch umfangreiche Spurensicherungsmaßnahmen. Was genau vor dem Einsatz passiert ist, war zu diesem Zeitpunkt noch unklar. Polizeisprecherin Michaela Plock vom zuständigen Polizeipräsidium Westhessen bestätigte, dass das vorangegangene Geschehen noch ermittelt wird. Die Polizei hat die Ermittlungen eingeleitet.
Die Lorsbacher Kerb wurde während des Einsatzes zeitweise geräumt, konnte im Anschluss aber wieder freigegeben werden. Die Stadt Hofheim informierte die Bevölkerung über die Sozialen Medien und bat Anwohnerinnen und Anwohner, Fenster und Türen geschlossen zu halten. Die Polizei betonte dabei ausdrücklich: Für die Allgemeinheit bestand keine Gefahr.
So ein Einsatz mitten im Festbetrieb ist für alle Beteiligten natürlich ein Schock. Umso wichtiger, dass die Einsatzkräfte schnell und koordiniert gehandelt haben. Wir bleiben für euch dran und berichten weiter, sobald es neue Erkenntnisse gibt – hört rein bei Radio Frankfurt, dem Sound der Weltstadt!






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