Der Ping Pong Park bringt außergewöhnliche Tischtennisplatten nach Frankfurt – jetzt kämpft das Gründer-Trio um eine feste Fläche in der Stadt.
Stellt euch vor: Tischtennisplatten, die aussehen wie aus einer anderen Dimension, Schläger in ungewohnten Formen und ein Spielfeld, das alle einlädt – egal ob jung oder alt, Profi oder Anfänger. Genau das ist der Ping Pong Park! Das kreative Projekt aus dem Rahmen des World Design Capitals 2026 (WDC) hat Frankfurt und Darmstadt bereits begeistert – und jetzt wollen die drei Köpfe dahinter den Spaß dauerhaft in die Mainmetropole bringen.
Elisabet Flascha, Laura Weigand und Marco von der Heyden sind das Trio, das den Ping Pong Park ins Leben gerufen hat. Elisabet Flascha hat an der Hochschule für Gestaltung in Offenbach studiert und sich in ihrer Diplomarbeit mit Spielräumen beschäftigt. Zusammen mit Verkehrsplaner Marco von der Heyden und Eventplanerin Laura Weigand hat sie die Chance beim WDC gepackt und kurzerhand ein Projekt entwickelt, das den öffentlichen Raum neu belebt.
Das WDC 2026 findet zum ersten Mal in Deutschland statt – unter dem Motto „Design for Democracy – Atmospheres for a better life“. Im Fokus stehen Gestaltung, Architektur und soziale Innovationen, die das gesellschaftliche Miteinander verbessern sollen. Der Ping Pong Park passt da wie die Faust aufs Auge.
Bei den Designs kennt das Trio keine Grenzen: Netz, Schläger, Platten, Griffe – alles wird neu gedacht und verändert. Nur der runde Ball bleibt, wie er ist! Mal spielt ihr über ein Hindernis, mal durch ein Loch, mal auf schmaleren Platten. Das Punktespiel? Völlig nebensächlich. Ziel ist es, den Ball auf der Platte zu halten und einfach Spaß zu haben.
„Wir wollen nicht irgendeine Bubble ansprechen, sondern jung, alt, groß und klein – alle, die einfach neugierig sind“, erklärt von der Heyden. Und Flascha ergänzt: „Wir wollen, dass Teilnehmende sich eigene Regeln überlegen und mehr aus dem Standardspiel machen.“ Für die temporären Plattenmodule haben die drei sogar selbst eine Woche lang im Keller geschliffen und gebastelt. Respect!
Der temporäre Ping Pong Park lief bis zum 20. September in Darmstadt – und kam richtig gut an. Aber das Trio hat große Pläne: Sie wollen den Park langfristig in Frankfurt etablieren. Das größte Hindernis dabei? Eine Flächengenehmigung der Stadt. „Wir hätten nicht gedacht, dass das die größte Herausforderung sein wird“, sagt von der Heyden.
Die drei haben Unterschriften gesammelt, um ihr Anliegen direkt zum Magistrat zu bringen. Mit 200 Unterschriften kann das Projekt ohne Umwege gehört werden. Und die gute Nachricht: Die nötigen Unterschriften haben sie bereits erreicht! „Dadurch können wir mit der Stadt Frankfurt in den direkten Austausch treten und über den potenziellen Standort diskutieren“, freut sich Flascha.
Die Finanzierung läuft über Spenden und einen Kulturfond des WDC. Geplant ist zunächst eine vandalismussichere Platte – welches Design es wird, wollen die drei aber noch nicht verraten. Bis der Ping Pong Park einen festen Standort in Frankfurt hat, könnte es laut von der Heyden noch rund ein Jahr dauern.
In der Zwischenzeit denkt das Trio aber schon weiter: Schlägerbau-Workshops als Nachbarschaftsprojekte sollen die Wartezeit überbrücken. Außerdem sollen die Designs künftig mit Hilfe eines Spielgeräteherstellers aus Hamburg in wetterfeste und robuste Platten umgesetzt werden – damit der Spaß auch bei Frankfurter Schmuddelwetter nicht aufhört.
„Wir sind glücklich, als Frankfurterinnen und Frankfurter den öffentlichen Raum mitgestalten zu können“, so Flascha. Wir sagen: Macht weiter so – Frankfurt braucht genau solche Projekte! Wer das Projekt unterstützen möchte, kann auf der Spendenwebsite vorbeischauen oder dem Instagram-Kanal @pingpongpark069 folgen.






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