Die Fußgängerunterführung Oeserstraße in Frankfurt-Nied öffnet erst im vierten Quartal 2026. Warum es zu Verzögerungen kam und wann die große Unterführung…
Schlechte Nachrichten für alle, die täglich den Bahnübergang an der Oeserstraße in Nied nutzen: Die neue Fußgängerunterführung lässt noch länger auf sich warten. Eigentlich sollte das Bauwerk schon im August für alle freigegeben werden – doch daraus wird nichts. Laut Markus Bürgel, Sprecher des Amtes für Straßenbau und Erschließung (ASE), wird die Unterführung voraussichtlich erst im vierten Quartal 2026 nutzbar sein. Einen konkreten Eröffnungstermin gibt es bislang nicht.
Der Grund für den Zeitverzug klingt auf den ersten Blick unscheinbar, hat es aber in sich: Eine Hebeanlage, die verhindern soll, dass die Unterführung bei Regen unter Wasser steht, konnte nicht wie geplant vergeben werden. Bei der ersten Ausschreibung gab kein einziges Unternehmen ein Angebot ab. Erst der zweite Anlauf war erfolgreich. Auch die Vergabe der Arbeiten für die Anschlussbereiche der Unterführung hat sich etwas verzögert.
Bevor die Unterführung öffnen kann, müssen noch einige Arbeiten abgeschlossen werden:
Eine gute Nachricht gibt es immerhin: Der Kostenrahmen werde laut ASE eingehalten.
Mit der neuen Unterführung entsteht vor allem für Fußgänger eine sichere Möglichkeit, die Bahngleise zu queren – ohne den bisherigen ebenerdigen Bahnübergang benutzen zu müssen. Wichtig zu wissen: Die offizielle Radverkehrsführung wird nicht durch dieses Bauwerk verlaufen. Radfahrer sollen künftig gemeinsam mit dem Autoverkehr eine noch zu errichtende, wesentlich größere Unterführung nutzen.
Doch auch bei diesem größeren Projekt zeichnet sich eine deutliche Verzögerung ab. Das Planfeststellungsverfahren soll nach aktuellem Stand erst in der ersten Jahreshälfte 2027 eingeleitet werden. Mit einem Baubeginn ist frühestens 2030 zu rechnen.
Warum dauert die große Unterführung so lange? Gleich mehrere Faktoren sorgen für zusätzlichen Planungsbedarf. Zum einen soll der geplante Radschnellweg FRM 3 in die neue Unterführung integriert werden – das macht das Bauwerk breiter und die Planung aufwendiger. Zum anderen erschweren schwierige Bodenverhältnisse die Arbeit: Der Tonboden vor Ort enthält Einlagerungen, die einen dichten Baugrubenverbau schwierig machen. Hinzu kommen Kapazitätsengpässe bei Planern und Gutachtern.
Für das eigentliche Planfeststellungsverfahren rechnet die Stadt mit mindestens zwei Jahren – und je nachdem, wie viele Einwendungen gegen die Planung eingehen, kann es noch länger dauern. Ein Baubeginn vor 2030 ist nach Einschätzung des ASE nicht realistisch.
Für die Menschen in Nied bedeutet das: Die kleine Fußgängerunterführung kommt – aber eben später als erhofft. Und auf die große Lösung für Autos und Radfahrer müssen alle noch viele Jahre warten. Wir von Radio Frankfurt halten euch auf dem Laufenden, sobald es einen konkreten Eröffnungstermin gibt. Jetzt reinhören – der Sound der Weltstadt begleitet euch durch den Alltag!






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