Frankfurt hat einen neuen Magistrat – doch die Wahlergebnisse sorgten für Überraschungen. Was steckt hinter den unerwarteten Stimmen für Schäfer und Schwander?
Der Römer hat gesprochen: Frankfurt hat eine neue Stadtregierung! Bei der Wahl am späten Donnerstagabend wurden gleich vier neue Gesichter in den Magistrat gewählt. Nils Kößler, Susanne Serke, Yannick Schwander und Martin-Benedikt Schäfer – alle vier CDU-Politiker bekamen auf Anhieb die nötige Mehrheit. Soweit so gut. Aber die Ergebnisse im Detail haben für echte Überraschungen gesorgt. Das ist der Sound der Weltstadt – und bei dem, was im Römer passiert ist, lohnt sich ein genauerer Blick!
Das Überraschendste des Abends? Der neue Sicherheitsdezernent Martin-Benedikt Schäfer bekam mindestens fünf Stimmen aus der Opposition. Das ist alles andere als selbstverständlich! Es zeigt, dass Stadtverordnete jenseits der Regierungskoalition offenbar ebenfalls auf mehr Sicherheit und Sauberkeit in Frankfurt setzen – und vermutlich auch auf einen härteren Kurs im Bahnhofsviertel.
Ob Schäfer diese hohen Erwartungen erfüllen kann, steht jedoch auf einem anderen Blatt. Gerade beim Thema Drogenszene sind die Möglichkeiten eines Sicherheitsdezernenten begrenzt. Klar ist zudem: Das Suchthilfezentrum an der Niddastraße soll wie geplant eröffnen – eine Entscheidung, die vom konservativen Lager kritisch gesehen wird, laut Kommentar der Frankfurter Rundschau aber richtig ist.
Weniger erfreulich lief es für Yannick Schwander, den neuen Verkehrsdezernenten. Mindestens vier Stadtverordnete aus der eigenen Koalition verweigerten ihm die Stimme. Der Grund scheint klar: Schwanders Parteifreund Frank Nagel wurde bei der Personalauswahl übergangen – obwohl er beim Thema Mobilität deutlich mehr Fachwissen mitbringen soll als Schwander selbst. Das sorgt intern für Unmut.
Doch ganz abschreiben sollte man Schwander deshalb nicht. Als langjähriger Ortsvorsteher bringt er eine wichtige Qualität mit: Er kann zuhören und pragmatische Lösungen finden. Und genau das braucht es beim emotionalen Dauerstreitthema Mobilität in Frankfurt. Die fehlenden Stimmen müssen also keine riesige Hypothek sein – wenn Schwander liefert.
Das Viererbündnis im Frankfurter Rathaus – CDU und seine Partner – hat eine komfortable Mehrheit. Dass trotzdem so unterschiedliche Ergebnisse für die vier Neuen herauskamen, zeigt: Die Stadtverordneten in Frankfurt stimmen ab, was das Zeug hält – und nicht immer nach Parteibuch. Das hält die neue Stadtregierung auf Trab.
Wir bleiben für euch dran und berichten weiter, wie sich das neue Team im Römer schlägt. Jetzt reinhören – bei Radio Frankfurt, dem besten Programm im Main-Gebiet!






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