
Nathalie Pohl hat ihre 200-Kilometer-Challenge durch Main und Rhein gemeistert! Alle Highlights und Infos zur Extrem-Aktion von Frankfurt nach Köln gibt’s hier.
Was für eine Leistung! Extremschwimmerin Nathalie Pohl hat ihre spektakuläre Challenge „Rivers: Frankfurt to Cologne“ absolviert und dabei rund 200 Kilometer durch Main und Rhein zurückgelegt. Wie wir euch in einem früheren Beitrag bereits berichtet haben, startete die 31-Jährige am frühen Dienstagmorgen um 6 Uhr in Frankfurt – jetzt ist klar: Sie hat durchgehalten, und wie!
Von Frankfurt bis zum Deutschen Sport- und Olympia-Museum in Köln – das war das Ziel der gebürtigen Marburgerin. Und sie hat es sich dabei alles andere als leicht gemacht: Geschwommen wurde täglich von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang, immer im Zwei-Stunden-Wechsel mit Patenschwimmerinnen und Patenschwimmern aus lokalen Vereinen. Ein Begleitboot war aus Sicherheitsgründen stets dabei.
Die Route führte Pohl unter anderem durch Bingen und Koblenz. An den Tourstopps gab es jeweils ein Rahmenprogramm – und die Möglichkeit, für einen richtig guten Zweck zu spenden:
Hinter der Aktion steckt ein ernstes Anliegen. Gemeinsam mit dem Hilfsverein der Deutschen Vermögensberatung (DVAG hilft e.V.) sammelte Pohl entlang der gesamten Route Spenden für Schwimmkurse und die Schwimmausbildung von Kindern in Deutschland. „Denn jedes Kind verdient es, sich im Wasser sicher bewegen zu können“, sagt sie selbst.
Und der Bedarf ist real: Nach einer aktuellen Zwischenbilanz der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) sind bis Ende Juli mindestens 261 Menschen in deutschen Gewässern ertrunken – das sind 15 mehr als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Von Anfang Mai bis Ende Juli kamen sogar 189 Menschen beim Baden ums Leben – so viele wie seit 2019 nicht mehr. Zahlen, die aufrütteln.
Als wären 200 Kilometer nicht schon Herausforderung genug: Der Rheinpegel war während der Challenge ungewöhnlich niedrig und näherte sich an zahlreichen Messpunkten historischen Tiefstmarken. Binnenschiffer warnten bereits, dass der Fluss in der Region bald nicht mehr durchgehend befahrbar sein könnte. Für Pohl war das eine zusätzliche Hürde – aber sie ließ sich nicht aufhalten.
Vor ihrem Start sagte sie der Deutschen Presse-Agentur: „Man weiß nie genau, was einen da draußen erwartet.“ Und weiter: „Wenn wir keine Risiken eingehen, dann können wir auch nichts gewinnen.“ Diese Einstellung kennt man von ihr – Pohl gehört zur Weltspitze des Freiwasserschwimmens und vollendete als erste deutsche Frau die sogenannten Ocean’s Seven, darunter die Durchquerung des Nordkanals. Ihre Erfahrungen hat sie in ihrem Buch „Im Meer bin ich zu Hause“ festgehalten.
Der Startschuss fiel hier bei uns – am Main, in Frankfurt. Und was Nathalie Pohl mit ihrer Challenge „Rivers: Frankfurt to Cologne“ auf die Beine gestellt hat, ist nicht nur eine sportliche Meisterleistung, sondern auch ein starkes Zeichen für mehr Schwimmsicherheit bei Kindern. Hut ab, Nathalie! Jetzt reinhören und auf dem Laufenden bleiben – der Sound der Weltstadt, Radio Frankfurt.






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