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Alarm im Taunus: Königstein droht der Trinkwassernotstand!

Königstein im Hochtaunus droht der Trinkwassernotstand: Der Pro-Kopf-Verbrauch hat sich auf 240 Liter täglich verdoppelt.

Redaktion
·
11. August 2026
Bild ist mit Hilfe von KI generiert
Zuletzt aktualisiert: vor 1 Stunde

Wasserkrise direkt vor unserer Haustür

Es ist eine ernste Lage, die uns alle aufhorchen lassen sollte: Die Stadt Königstein im Hochtaunus steht kurz vor dem Trinkwassernotstand. Der tägliche Wasserverbrauch lag in dieser Woche mehrfach bei mehr als 4.000 Kubikmetern – das entspricht satte 240 Litern pro Person und Tag. Zum Vergleich: Der Normalwert liegt bei 120 Litern. Also doppelt so viel wie üblich. Das ist kein Panikmachen, das sind Fakten!

Die Stadtspitze schlägt Alarm

Erster Stadtrat Jörg Pöschl macht in einer städtischen Mitteilung klar, wie ernst die Lage ist: „Wir stehen kurz davor, den Trinkwassernotstand ausrufen zu müssen. Mehr als 4.000 Kubikmeter Wasser, das ist für unsere kleine Stadt eine enorme Menge. Wasser ist ein Lebensmittel und damit sollte man umsichtig umgehen.“

Die Stadt appelliert deshalb an alle Bürgerinnen und Bürger, ab sofort äußerst sparsam mit Trinkwasser umzugehen und jede vermeidbare Wasserentnahme zu unterlassen. Das ist kein Wunsch – das ist ein dringender Aufruf!

Was aktuell schon verboten ist

Schon jetzt gilt Stufe 1 – die sogenannte Trinkwasserknappheit. Das bedeutet konkret, dass folgendes bereits untersagt ist:

  • Wege sowie Rasen- und Grünflächen mit mehr als 200 Quadratmetern mit Trinkwasser aus dem öffentlichen Netz bewässern
  • Private Schwimmbecken mit mehr als 25 Kubikmetern Fassungsvermögen befüllen oder nachfüllen
  • Zisternen aus dem öffentlichen Trinkwassernetz befüllen oder nachfüllen

Für diese Zwecke darf ausschließlich Wasser aus privaten Brauchwasseranlagen oder Regenwasserzisternen genutzt werden. Außerdem sollte jetzt schon auf das Bewässern von Gärten und das Befüllen von Pools komplett verzichtet werden.

Was beim Notstand droht

Sollte der Trinkwassernotstand tatsächlich ausgerufen werden, treten die verbindlichen Regelungen der Gefahrenabwehrverordnung in Kraft – und die haben es in sich. Dann wäre unter anderem verboten:

  • Wasser aus öffentlichen Leitungen zu verschwenden oder aufzuspeichern
  • Landwirtschaftliche, forstwirtschaftliche oder gärtnerisch genutzte Flächen, Gärten und Kleingärten zu bewässern
  • Hof-, Straßen- und Wegeflächen, Rasen- und Grünflächen, Parkanlagen sowie Spiel- und Sportplätze zu beregnen
  • Springbrunnen, Wasserspielanlagen und private Schwimmbecken mit Trinkwasser zu betreiben
  • Fahrzeuge zu waschen oder abzuspritzen – außer aus Gründen der öffentlichen Sicherheit

Ausnahmen gelten für Krankenhäuser, Kur- und Pflegeanstalten, Gärtnereien sowie lebensmittelverarbeitende Betriebe, soweit die Wasserentnahme zur Aufrechterhaltung ihres Betriebs notwendig ist. Wer gegen die Regelungen verstößt, riskiert übrigens eine Geldbuße von bis zu 5.000 Euro!

Nachbargemeinde Schmitten hat den Notstand schon ausgerufen

Dass das kein leeres Drohen ist, zeigt ein Blick in die Nachbarschaft: In der Gemeinde Schmitten wurde der Trinkwassernotstand bereits ausgerufen – mit erheblichen Einschränkungen für die gesamte Bevölkerung. Königstein will genau das verhindern, aber dafür braucht es jetzt die Mithilfe aller.

Was ihr jetzt tun könnt

Der Ball liegt bei uns allen! Dreht den Hahn zu, verzichtet auf den Rasensprenger und lasst den Pool diese Woche leer. Jeder Liter zählt. Sollte der Notstand ausgerufen werden, informiert die Stadt Königstein umgehend auf ihrer offiziellen Homepage. Die Gefahrenabwehrverordnung zum Trinkwassernotstand ist dort ebenfalls abrufbar.

Wasser ist Leben – lasst uns gemeinsam dafür sorgen, dass es in Königstein und der ganzen Region auch weiterhin aus dem Hahn fließt. Bleibt informiert und hört rein bei Radio Frankfurt – dem Sound der Weltstadt!

Quellen


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