
Nach den Krawallen in Frankfurt beruhigt sich die Lage wieder: Polizei weiter präsent, Festnahmen und Reaktionen von Boris Rhein im Überblick.
Ihr erinnert euch bestimmt noch an unseren früheren Beitrag über die eskalierte Gen-Z-Demo in unserer Stadt. Jetzt gibt’s das Update: Die Lage in der Frankfurter Innenstadt hat sich in der Nacht zum Sonntag wieder beruhigt. Das meldet die Polizei. Aber ganz easy war die Nacht trotzdem nicht für unsere Einsatzkräfte!
Mehr als 1.000 Polizeikräfte waren in der Nacht im Einsatz, um die Lage in der Mainmetropole wieder in den Griff zu bekommen. Ein Teil der Innenstadt war am Samstagabend komplett gesperrt worden, um die Ausschreitungen zu stoppen. Laut Polizei blieben die Beamten die gesamte Nacht mit starken Kräften in der Innenstadt präsent – Sicherheit geht vor, auch wenn’s spät wird!
Gegen 1 Uhr nachts setzten die Beamten dann eine rund 100-köpfige Personengruppe fest, um deren Identitäten festzustellen. Ob daraus Festnahmen wurden, war zunächst noch offen. Wie die Tagesschau berichtet, hatte es aber schon über den Tag und Abend verteilt „zahlreiche Festnahmen“ in Frankfurt gegeben – eine genaue Zahl konnte ein Polizeisprecher zunächst nicht nennen.
Besonders heftig traf es einen Waffenladen in der Innenstadt: Randalierer schlugen dort die Schaufensterscheibe ein. Die Polizei reagierte schnell, stellte zwei Waffen aus dem Geschäft sicher und nahm mehrere Personen fest. Die Einkaufsstraße Zeil – eine der meistbesuchten in ganz Deutschland – musste deshalb zeitweise komplett abgeriegelt werden. Unbeteiligte konnten den Bereich zwar noch verlassen, rein kam aber niemand mehr.
Schon vor den nächtlichen Krawallen war es laut Innenministerium zu massiven Angriffen auf Polizisten gekommen: mit Böllern, Steinen und sogar Flaschen. Hessens Innenminister Roman Poseck hatte dazu bereits am Abend klare Worte gefunden und von rund 100 linksextremistisch motivierten Gewalttätern gesprochen, die sich unter die eigentlich friedliche Demo gemischt hätten.
Auch Hessens Ministerpräsident Boris Rhein hat sich zu den Ereignissen geäußert. Er zeigte sich schockiert von den Gewaltexzessen in Frankfurt und machte klar: Das bleibt nicht ohne Konsequenzen. „Wer sich so verhält wie die Angreifer in der Frankfurter Innenstadt, stellt sich außerhalb unserer Gesellschaft“, so Rhein. Tätergruppen und Hergang sollen genau bewertet werden. Den Polizistinnen und Polizisten dankte er ausdrücklich für ihren Einsatz unter hohem persönlichen Risiko.
Frankfurt war an diesem Abend nicht die einzige Stadt mit Ausschreitungen. Wie die Tagesschau berichtet, kam es auch in Köln rund um Dom und Hauptbahnhof zu Krawallen – dort zogen Gruppen abseits der eigentlichen Gen-Z-Demonstranten nach deren offiziellem Ende durch die Südstadt. Auch in Berlin wurde eine Demo vorzeitig gestoppt, nachdem Steine und Pyrotechnik auf Polizisten geflogen waren. Dort wurden nach Angaben der Polizei 27 Beamte leicht verletzt, 56 Menschen festgenommen. Die ursprüngliche Kundgebung am Brandenburger Tor mit bis zu 5.000 Teilnehmern verlief dagegen fast störungsfrei.
Klar wurde in der Nacht vor allem eins: Die Gewalt stand in keinem Zusammenhang mit den eigentlichen Anliegen der tagsüber friedlich Protestierenden. Zehntausende junge Menschen hatten sich für bessere Bildung, mehr Investitionen in mentale Gesundheit und gegen steigende Lebenshaltungskosten starkgemacht – ganz ohne Randale. Die Organisatoren von „Gen Z regelt“ hatten ausdrücklich zu einem gewaltfreien Protest aufgerufen.
Nach einer turbulenten Nacht kehrt in Frankfurt wieder Ruhe ein. Die Polizei bleibt aber weiter wachsam in der Innenstadt. Wir von Radio Frankfurt bleiben für euch dran und halten euch auf dem Laufenden, wie’s mit den Ermittlungen weitergeht. Der Sound der Weltstadt bleibt informiert – jetzt reinhören und up to date bleiben!






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