
Nach dem 0:6-Debakel in Leipzig übt Lothar Matthäus harte Kritik an Eintracht Frankfurt: Führungsspieler, Kapitän Koch und Sportvorstand Krösche stehen im…
Der Sound der Weltstadt klingt gerade gar nicht gut bei der Eintracht! Nach dem desaströsen 0:6 bei RB Leipzig steht die SGE unter Dauerbeschuss – und jetzt hat sich auch noch Rekordnationalspieler Lothar Matthäus zu Wort gemeldet. In der „Sport BILD“ rechnet der 65-Jährige mit den Frankfurter Führungsspielern ab und stellt eine Frage, die sich wohl gerade jeder Eintracht-Fan stellt: Wo sind eigentlich die Anführer in diesem Team?
Deutliche Worte vom TV-Experten: Wie sge4ever.de berichtet, sagte Matthäus über die Frankfurter Mannschaft: „Wo sind in Frankfurt echte Führungsspieler? Ich sehe keine. Anführer wie Bayern, Leipzig oder Dortmund, oder selbst Freiburg hat Frankfurt nicht.“ Internationale Erfahrung allein mache eben noch keinen echten Anführer, so seine Einschätzung. Gerade in schwierigen Phasen brauche es Spieler, die vorangehen, Verantwortung übernehmen und das Team mitreißen – genau das habe bei der SGE zuletzt gefehlt. „Ein Anführer muss weiter hinten das Team zusammenhalten“, fordert Matthäus klar und deutlich.
Auch die öffentliche Auseinandersetzung zwischen Trainer Adi Hütter und Kapitän Robin Koch sieht Matthäus kritisch. Die Kritik des Trainers an seinem Abwehrchef sei zwar nachvollziehbar, der öffentliche Umgang damit aber unglücklich gewählt.
Nicht nur die Spieler, auch Sportvorstand Markus Krösche bekommt von Matthäus sein Fett weg. Er stellt infrage, ob bei der Kaderzusammenstellung die richtigen Entscheidungen getroffen wurden: „Natürlich ist der Kader nicht so gut wie in den letzten Jahren. Aber was erwartet man denn von Markus Krösche?“ Die SGE habe in den vergangenen Jahren hohe Summen durch Spielerverkäufe eingenommen und ordentlich investiert – die sportliche Entwicklung müsse sich daran messen lassen, findet Matthäus. Die gesamte Verantwortung allein bei Trainer Hütter abzuladen, hält er trotzdem für den falschen Weg. Vielmehr sieht er die Mannschaft selbst in der Pflicht.
Wie die FAZ aus Leipzig berichtet, war Kapitän Robin Koch beim 0:6-Debakel das Sinnbild der aktuellen Frankfurter Schaffenskrise. Nach 45 Minuten nahm Trainer Adi Hütter seinen Kapitän vom Platz – gemeinsam mit dem fehlerbehafteten Keita Kosugi. Hütter machte danach klar, wie unzufrieden er ist: „Ich habe Robin Koch dann ebenfalls erlöst, weil ich von einem Führungsspieler und Kapitän etwas ganz anderes erwarte. Wenn du 16 Tore bekommst und in der Abwehr immer wieder solche Situationen hast, dann setze ich irgendwann auch ein Zeichen.“
Der Coach bemängelte laut FAZ vor allem die Rückwärtsbewegung seines Teams als „nicht gut genug“ und die Art der Strafraumverteidigung als „nicht bundesligatauglich“. Ihm fehlte schlicht „Leidenschaft und Mentalität“. Auch Stürmer Jonathan Burkardt fand nach dem Spiel klare Worte: Die Mannschaft habe sich angestellt „wie eine Schülermannschaft“ und sei trotz einiger guter Phasen „ins offene Messer gelaufen“.
Nach 16 Gegentoren in nur fünf Spielen steht fest: Bei der Eintracht brennt gerade mehr als nur ein kleines Feuerchen. Die Worte von Matthäus dürften die ohnehin angespannte Diskussion rund um die SGE weiter anheizen. Jetzt liegt es an der Mannschaft, auf dem Platz die richtigen Antworten zu liefern – denn nicht nur die Ergebnisse, auch die grundsätzliche Mentalität des Kaders steht aktuell auf dem Prüfstand.
Wir bleiben für euch am Ball und halten euch auf dem Laufenden – das beste Programm im Main-Gebiet gibt’s natürlich auch weiterhin mit allen News rund um die Eintracht. Jetzt reinhören!






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