
Trotz Brandanschlag im Lager: Frankfurter Hilfsinitiative schickt weiteren Lkw mit Sachspenden nach Charkiw – der 154. Hilfskonvoi aus Hessen seit Kriegsbeginn.
Zwei Wochen nach dem Brand im Lager der Initiative „Frankfurt for Ukraine“ ist der nächste Hilfskonvoi auf dem Weg nach Charkiw. Hessens Innenminister Roman Poseck hat den Lastwagen mit knapp 14 Tonnen Sachspenden am 23. Oktober 2026 in Frankfurt verabschiedet. An Bord: Feuerwehrschläuche, Schlafsäcke, Heizgeräte, Medikamente, Decken, Gehstöcke, Schutzanzüge, Feuerlöscher, Schutzbundhosen, Werkzeuge und Hygieneartikel. Das Land Hessen organisiert und finanziert den Transport, wie das Hessische Ministerium des Innern, für Sicherheit und Heimatschutz mitteilt.
Das ist unsere Stadt, unser Herz, unsere Solidarität – und genau das zeigt sich jetzt wieder eindrucksvoll.
Am 9. Oktober 2026 war im Lager der Initiative im Frankfurter Stadtteil Dornbusch ein Feuer ausgebrochen. Dabei wurde ein Großteil der Hilfsgüter zerstört, die eigentlich für diesen Transport eingeplant waren. Nach bisherigen Erkenntnissen besteht der Verdacht auf vorsätzliche Brandstiftung, Polizei und Staatsschutz ermitteln. Wie das Hessische Innenministerium mitteilt, wäre es eine besonders verwerfliche Tat, sollte sich ein gezielter Brandanschlag gegen den Ukraine-Hilfsverein bestätigen – eine Tat, die sich nicht nur gegen fremdes Eigentum richten würde, sondern direkt gegen Menschlichkeit und Solidarität.
Innenminister Poseck äußerte sich bei der Verabschiedung in Frankfurt entsprechend deutlich zu den Ermittlungen und zeigte sich zuversichtlich, dass Brandursache und mögliche Motive aufgeklärt werden.
Hinter der Initiative steht ein Team unter der Leitung von Jumas Medoff, das seit Beginn des russischen Angriffskriegs im Februar 2022 Sachspenden sammelt, sortiert und Hilfstransporte organisiert – vor allem mit medizinischem Material, Werkzeugen und weiteren dringend benötigten Gütern. Vertreter der Initiative waren auch bei der Verabschiedung des aktuellen Konvois in Frankfurt dabei.
Mit dem jetzigen Transport hat Hessen seit Kriegsbeginn insgesamt 154 Hilfstransporte mit 190 Lkw-Ladungen in die Ukraine auf den Weg gebracht. Der Gesamtwert aller bisherigen Lieferungen liegt bei über 14,8 Millionen Euro. Darunter waren bislang unter anderem 263.200 Lebensmittelpakete, 43 Stromerzeuger, 10 Heizgeräte, 3.500 Feldbetten, 6.000 Schlafsäcke, 1.400 Masken, 6.650 Filter und mehr als 18.000 Solarpanels sowie medizinische Artikel und Röntgengeräte.
Innenminister Poseck betonte, es sei ein Gebot der Menschlichkeit, die Ukraine in ihrem Verteidigungskampf weiter zu unterstützen. Die Hessische Landesregierung habe nach dem russischen Angriff vielfältige Maßnahmen eingeleitet, um humanitäre Hilfe für die Menschen in der Kriegsregion zu leisten. Wie osthessen-news berichtet, bekräftigte Poseck bei der Verabschiedung außerdem, dass die Solidarität mit der Ukraine auch in Zeiten des andauernden Krieges nicht schwinden dürfe.
Das Ministerium dankte zudem allen Hessinnen und Hessen, die geflüchteten Menschen aus der Ukraine in den vergangenen Jahren mit Empathie begegnet sind – in Kommunen, Schulen, Vereinen, Kirchen und Nachbarschaften.
Auch wenn das Lager im Dornbusch durch den Brand schwer getroffen wurde – aufgehalten hat sich die Initiative davon nicht. Der Konvoi rollt, die Hilfsgüter kommen in Charkiw an, und Frankfurt bleibt ein Ort, an dem Zusammenhalt groß geschrieben wird. DANKE AN 344.000 HÖRER, die unsere Stadt und ihre Geschichten mit uns teilen – auch die, die zeigen, wie stark Frankfurt sein kann.






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