
Mario Götze ist bereit für eine zentrale Rolle bei Eintracht Frankfurt. Was der 34-jährige Weltmeister im Trainingslager in Grassau über Alter, Ambitionen und…
Wer dachte, Mario Götze würde sich nach dem ersten Training im Eintracht-Trainingslager in Grassau einfach aus dem Staub machen, wurde eines Besseren belehrt. Der 34-Jährige ließ die Journalisten zwar kurz warten – aber nur, weil er sich nach der Einheit etwas mehr Zeit für die Regeneration gelassen hatte. Gemeinsam mit Eintracht-Pressesprecher Bartosz Niedzwiedzki schlenderte er dann entspannt zu den Mikrofonen. Auf Götze ist eben Verlass.
Mit 25 absolvierten Trainingslagern in einer nun schon 16 Jahre andauernden Profi-Karriere weiß der Weltmeister genau, was er tut. Hinter Ersatzkeeper Jens Grahl und Vereinslegende Timothy Chandler ist Götze der drittälteste Profi im Kader der Hessen. Mehr Routine geht kaum.
„Ich weiß, dass ich nicht mehr 20 bin“, sagt Götze mit einem Schmunzeln – und liefert direkt den passenden Beweis dafür, dass er das ernst nimmt. Sprintduelle gegen Youngster wie Jean-Matteo Bahoya oder den 19 Jahre jüngeren Niko Ilicevic? Die überlässt er gerne anderen. Was Götze aber immer noch auf den Platz bringt, ist beeindruckend: Übersicht, Technik und das Gespür für das Spielgeschehen. Als Regisseur und Spielgestalter ist er im Kader der Eintracht nach wie vor einer der Besten.
Dass das Alter seinen Tribut fordert, macht Götze aber auch keinen Hehl daraus. „Ich bräuchte fünf bis sechs Stunden Erholung, nicht nur vier“, gesteht er offen. Recovery, Schlaf, Ernährung, Eisbecken, Dehnen – das ist sein Alltag. „Es wird nicht leicht im Alter.“ Ein Satz, den viele von uns nur zu gut kennen!
Trotz aller Einschränkungen durch das Alter ist Götze weit davon entfernt, sich auf das Abstellgleis zu begeben. Im Gegenteil: Der 66-fache Nationalspieler sieht sich klar in einer zentralen Rolle bei Eintracht Frankfurt. Auf Experimente auf der Außenbahn will er sich nicht mehr einlassen – aber als Sechser, Achter oder Zehner? Kein Problem. „Ich möchte weiter ein entscheidendes Puzzleteil in der Mannschaft sein“, betont Götze. Einen Stammplatz fordert er nicht, aber entscheidende Impulse setzen – das traut er sich definitiv zu. Und wer ihn im Training beobachtet, glaubt ihm das sofort.
So realistisch wie Götze seine eigene Rolle einschätzt, so klar ist auch seine Antwort auf die Frage nach einem möglichen Nationalelf-Comeback unter dem neuen Bundestrainer Jürgen Klopp. „Diese Rückkehr wird nicht passieren“, lachte Götze – und verabschiedete sich anschließend in die wohlverdiente Mittagspause. „Ich muss jetzt zum Mittagessen und einen Nap einlegen.“ Auch Weltmeister sind eben nur Menschen!
Für Eintracht Frankfurt ist genau das die gute Nachricht: Götze weiß, wer er ist, was er kann – und wo er gebraucht wird. Der Sound der Weltstadt braucht Spieler mit Klasse und Erfahrung, und Götze liefert beides. Wir sind gespannt, welche entscheidenden Momente er in dieser Saison noch für die Eintracht parat hat. Jetzt reinhören und auf dem Laufenden bleiben!






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