
Lars Hieronymi vom TSV Friedberg-Fauerbach startet bei den Deutschen Meisterschaften in Wattenscheid in drei Disziplinen.
Die Deutschen Leichtathletik-Meisterschaften in Wattenscheid stehen an – und mittendrin ist ein Mann, den ihr euch merken solltet: Lars Hieronymi vom TSV Friedberg-Fauerbach. Der 31-jährige Sprinter hat gleich drei Quali-Normen geknackt und startet damit in drei Disziplinen beim nationalen Jahreshöhepunkt. Aus dem Wetteraukreis haben insgesamt 15 Athletinnen und Athleten die anspruchsvollen Normen erfüllt – Hieronymi ist einer von ihnen.
Diese Saison läuft für Lars Hieronymi wie am Schnürchen. Bereits in der Halle legte er stark los, im Freien setzte er noch einen drauf. Mit einer Zeit von 10,49 Sekunden über 100 Meter und 21,15 Sekunden über 200 Meter reist er nach Wattenscheid – das sind seine bisher besten Saisonzeiten. Verletzungen? Fehlanzeige! „Ich bin ganz gut durch den Winter und das Frühjahr gekommen“, sagt er selbst. Nur kleine Wehwehchen und gelegentliche Probleme mit dem Berger-Muskel – aber nichts, was ihn wirklich aufgehalten hätte.
Dabei half auch ein Trainingslager in der Nähe von Cadiz, wo er wichtige Einheiten absolvieren konnte. Seit rund zwölf Jahren arbeitet er mit Trainer Volker Weber zusammen, der die Programme gemeinsam mit ihm gestaltet. In der Vorbereitung kommen bis zu sechs Einheiten pro Woche zusammen – Sprints, Krafttraining, Tempoläufe und Sprungeinheiten inklusive.
Hieronymi geht mit einem klaren Fahrplan in die Deutschen Meisterschaften. Die 100 Meter am Samstag sieht er selbst eher als „Warm up“ – wenn es gut läuft, könnte er in die zweite Runde kommen und dabei in Richtung Bestzeit laufen. Der eigentliche Fokus liegt aber auf dem Sonntag: Erst läuft er mit seinen Vereinskollegen die 4×100-Meter-Staffel, danach greift er im Einzel über 200 Meter an – die Strecke, auf der er sich am stärksten fühlt. Das große Ziel: In beiden Rennen eine neue persönliche Bestzeit. Die Devise ist klar – alles mitnehmen, wenn man schon drei Quali-Normen in der Tasche hat!
Auch abseits der Laufbahn läuft es für den Sprinter rund: Seine Partnerin ist Physiotherapeutin – ein echter Vorteil, wenn die Muskeln nach intensiven Trainingseinheiten und vielen Wettkampf-Wochenenden Pflege brauchen. In der finalen Vorbereitungsphase hat Hieronymi bewusst einen Gang zurückgeschaltet, gönnte sich sogar ein paar Tage Pause – auch wegen leichter Rückenprobleme. Danach ging es nochmal gezielt in den Startblock, bevor der Abschluss betont locker ausfiel.
Neben den Deutschen Meisterschaften wartet für einen Teil der Elite noch die EM in Birmingham – für Hieronymi steht aber zunächst Wattenscheid im Mittelpunkt. Und mit dieser Saisonform hat er alles, um dort für eine Überraschung zu sorgen. Wir drücken die Daumen – lauf, Lars, lauf!






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