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Kino unter freiem Himmel: Der Eppsteiner Kinosommer begeistert über 100 Besucher auf der Burg

Der Eppsteiner Kinosommer lockte über 100 Besucher auf die Burg – seit 2004 ein echtes Highlight im Main-Taunus. Jetzt übernimmt ein neues Team die 16 Termine.

Redaktion
·
5. August 2026
Bild ist mit Hilfe von KI generiert
Zuletzt aktualisiert: vor 3 Wochen

Film ab auf der Burg – so schön ist der Kinosommer in Eppstein!

Stell dir vor: Du sitzt unter dem Sternenhimmel, die mittelalterlichen Mauern der Burg Eppstein umgeben dich, und auf der Leinwand läuft ein Film. Genau das erleben jedes Jahr die Fans des Eppsteiner Kinosommers – und der Andrang beweist, wie sehr dieses besondere Open-Air-Erlebnis die Menschen in der Region begeistert. Beim jüngsten Abend mit der Komödie „Extrawurst“ kamen über 100 Besucher auf die Burg. Der Burghof war voll, die Stimmung bestens – Film ab!

22 Jahre Kinomagie auf der Burg

Seit 2004 verzaubert der Eppsteiner Kinosommer die Region. Die Idee stammt vom damaligen Bürgermeister Ralf Wolter, der damit bei Burgfestspiel-Organisatorin Christine Baum offene Türen einrannte. Seitdem hat Baum nur eine einzige Vorstellung verpasst und so manche unvergessliche Geschichte erlebt: Besucher, die bei strömendem Regen trotzdem blieben und das Wasser unter ihren Füßen durchfließen ließen. Oder der Abend mit „Keinohrhasen“, als der Andrang so groß war, dass Zuschauer kurzerhand ihre eigene Bank mitbrachten – die sich im Nachhinein als die des Ostzwingers herausstellte.

Und dann war da noch der kurzfristige Programmwechsel: Statt eines James-Bond-Films lief plötzlich „Ratatouille“ – einige Männer, die auf Action gehofft hatten, zogen enttäuscht von dannen. Auch durch die Corona-Pandemie lief das Kino durch, nur eben mit vorgeschriebenem Abstand. „Es ist einfach ein schöner Ausklang von den Burgfestspielen“, sagt Baum.

Frischer Wind: Das neue Vorführteam „Sky Cinema Taunus“

In dieser Saison weht auf der Burg ein frischer Wind. Erstmals übernimmt das Team von „Sky Cinema Taunus“ die Filmvorführungen – dahinter stecken Milena und Oliver Häusler, die dabei von ihren Söhnen Felix (14) und Paul (16) unterstützt werden. Milena Häusler arbeitet nebenbei als Aushilfe in Kinos in Kelkheim und Kronberg und hat die Open-Air-Reihe nach Vermittlung von Kino-Chefin Vanessa Müller-Raidt gerne übernommen. Insgesamt stehen in diesem Sommer 16 Termine auf dem Programm.

Eppstein sei dabei eine besonders „traumhafte Location“, schwärmt Milena Häusler. Für das nächste Jahr können sich die Häuslers vorstellen, weitere Orte und Termine dazuzunehmen. Ihre Auftraggeber – meist Kommunen oder Vereine – buchen sie für einen Pauschalbetrag plus Filmmiete. Ziel ist es, das Kinoerlebnis den Bürgerinnen und Bürgern zu einem fairen Preis, teilweise sogar kostenlos, zu ermöglichen. Eine kreative Idee haben sie auch schon: ein „Silence-Kino“ mit Kopfhörern an besonderen Orten. Und ein Maskottchen gibt es auch schon – ein kleiner Drache, der Popcorn futtert.

Stammgäste mit Herzblut – und jede Menge Erinnerungen

Was wäre der Kinosommer ohne seine treuen Fans? Ulrike Herrmann und Monika Strecker zum Beispiel kommen jedes Jahr – immer auf ihrem Stammplatz am Fallrohr im Burghof. „Wir gucken jeden Film, Hauptsache Open Air und auf der Burg“, sagt Herrmann, die die Komödie „Extrawurst“ an diesem Abend sogar schon kannte. Macht nichts: „Das Flair macht es aus.“ Auch Stammgästin Daniela Wisskirchen schwärmt: „Es ist einfach auf der Burg immer schön.“ Sie bringt regelmäßig eine Gruppe aus ihrem Bekanntenkreis mit.

Herrmann erinnert sich noch gut an Abende mit eigenem Schlafsack und Thermoskanne. „Fluch der Karibik“ habe besonders gut in das Burg-Ambiente gepasst – und einmal lief der Film nach einem Gewitter weiter, als Herrmann schon auf dem Heimweg war und den Ton wieder von oben hörte.

Einen ganz besonderen Abschied erlebte auch Rathaus-Mitarbeiter Michael Kaspari: Seit 1994 war er der Mann für alles rund um die Burgfestspiele. Ende des Jahres geht er in den Ruhestand, und das Kino bot ihm seine letzten offiziellen Abende auf der Burg. Privat will er aber selbstverständlich als Gast wiederkommen.

Eine sichere Zukunft für den Kinosommer?

Christine Baum setzt trotz knapper Stadtkasse auf die Stammgäste und die Unterstützung der Taunus-Sparkasse, die als Partner mit im Boot ist. Die Stimmung jedenfalls war an diesem Abend eindeutig: Der Burghof war voll, und als „Film ab“ hieß, machten es sich viele Gäste mit eigenen Decken und Kissen gemütlich. Das ist der Sound der Region – und wir von Radio Frankfurt freuen uns, euch solche Geschichten aus dem Main-Taunus-Gebiet zu bringen!

Quellen

Update: Es gibt neue Entwicklungen zu diesem Thema:

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