
Kickers Offenbach startet mit zwei Siegen stark in die Regionalliga-Saison. Wie Trainer Mark Zimmermann den OFC vom Abstiegskampf zur Topform geführt hat.
Was für ein Start! Kickers Offenbach hat die neue Regionalliga-Saison mit Vollgas eröffnet und macht direkt klar: Mit diesem Team ist zu rechnen. Nach dem Auftaktsieg gegen Walldorf ließ der OFC dem hochgehandelten Drittliga-Absteiger SSV Ulm beim 2:0-Erfolg nicht den Hauch einer Chance. Die Spielweise war griffig, souverän und das Chancenplus schlicht erdrückend. Besser geht’s nicht – und die Fans im Main-Gebiet dürfen sich freuen!
Was diese starke Leistung so besonders macht? Der Blick zurück verrät es. In der vergangenen Spielzeit war Kickers Offenbach ein einziges Frust-Erlebnis – Tabellenplatz 14, reihenweise Punkte in der Schlussphase verspielt und eine Stimmung, die kaum schlechter hätte sein können. Trainer Mark Zimmermann übernahm den Verein im März mitten in dieser schwierigen Phase. Sein Auftrag war klar: den freien Fall aufhalten.
Das hat er geschafft – und mehr. Als sich der OFC im Juni zur Saisonvorbereitung traf, war die Welt eine andere. „Die Jungs haben sich von den negativen Erlebnissen befreit und sind hier völlig klar angetreten“, so Zimmermann. Einmal den Mund abgeputzt und weitergemacht. Dieses Motto sitzt – und wie!
Eines der größten Probleme der vergangenen Saison war die mangelnde Konzentration in den entscheidenden Spielminuten. Punkte wurden leichtfertig verschenkt, wenn es am meisten darauf ankam. In dieser Spielzeit läuft es genau andersherum: Gegen Walldorf fielen die Tore zum Ende der ersten Halbzeit und kurz vor Abpfiff. In Ulm traf der OFC in der 45. Minute und noch einmal in der vierten Minute der Nachspielzeit.
„Die Spieler glauben einfach bis zum Ende an sich und belohnen sich für den Aufwand. Wir haben den Jungs in der Vorbereitung auch immer wieder gesagt, dass sie keine Angst haben sollen, etwas zu verlieren“, erklärt Zimmermann. Aus Last-Minute-Verpennen ist echte Schlussphase-Stärke geworden. Der Unterschied könnte größer nicht sein.
Besonders beeindruckend: Auch die Neuzugänge im OFC-Kader haben den Umschwung voll mitgemacht. Maximilian Wolfram, der bei 1860 München in der vergangenen Saison meist auf der Bank schmorte, traf bereits in seinem zweiten Saisonspiel für den OFC. Maximilian Schmid kam nach einer Frust-Saison mit Aue nach Offenbach und glänzt bislang mit einem Tor und einer Torvorlage. Und Benedikt von Hagen, der aus der Hessenliga zu den Kickers wechselte, geht laut Trainer Zimmermann in einem Maße „vorneweg“, das selbst ihn überrascht hat.
„Da haben wir gezeigt, was wir auf dem Platz wollen. Mit großem Druck und viel Dynamik nach vorne, das haben die Jungs richtig gut gemacht“, lobt der Coach sein Team. Diese Energie ist ansteckend – nicht nur in der Kabine.
Die Euphorie rund um den OFC wächst. Bereits bei den Jubiläumsspielen gegen Bayer Leverkusen und den VfB Stuttgart war die Lust der Fans auf die neue Saison deutlich spürbar. 500 Offenbacher Anhänger machten sich sogar auf den Weg nach Ulm, um den Auswärtssieg zu feiern. Und am kommenden Samstag empfängt der OFC die zweite Mannschaft von Mainz 05 um 14 Uhr am Bieberer Berg – ein gut gefülltes Stadion wird erwartet.
Kickers Offenbach ist zurück – mit Leidenschaft, Cleverness und echter Lust auf mehr. Der Sound der Weltstadt begleitet euch dabei. Jetzt reinhören und den OFC anfeuern!






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