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Kerosin wird knapp: Lufthansa reagiert auf Engpässe am Flughafen Frankfurt

Kerosin-Engpässe am Flughafen Frankfurt: Lufthansa tankt vorsorglich mehr, Fraport sieht die Betriebsfähigkeit aber nicht gefährdet.

Redaktion
·
15. Oktober 2026
Bild ist mit Hilfe von KI generiert
Zuletzt aktualisiert: vor 19 Minuten

Enger Sprit-Nachschub am Main

Zu den Herbstferien, wenn am Flughafen Frankfurt sowieso mehr los ist, gibt’s jetzt noch ein anderes Thema: Kerosin wird knapp! Die Lufthansa hat nach eigenen Angaben vorsorgliche Maßnahmen ergriffen, um den Flugbetrieb trotzdem am Laufen zu halten. Auf ausgewählten Verbindungen tanken Flugzeuge schon vor dem Abflug nach Frankfurt zusätzlichen Kraftstoff. Flugstreichungen soll es deshalb erstmal nicht geben, so das Unternehmen auf Anfrage.

Woher kommt der Engpass?

Laut Lufthansa steckt hinter der angespannten Lage unter anderem eine reduzierte Kapazität der Pipeline-Anbindung. Nach Informationen der „Bild“-Zeitung spielt außerdem der niedrige Rheinpegel eine Rolle – Tankschiffe können den Fluss nur eingeschränkt beladen befahren.

Der Frankfurter Flughafenbetreiber Fraport sieht die Sache etwas entspannter: Aktuell laufe eine turnusgemäße Wartung einer Pipeline, die auch den Flughafen mit Kerosin versorgt. Wegen anderer Versorgungswege und großer Tank-Speichermöglichkeiten werde dadurch aber kein Engpass erwartet. „Die Betriebsfähigkeit des Flughafens ist somit davon nicht beeinträchtigt“, teilte Fraport mit.

Volltanken vor dem Start

Nach „Bild“-Informationen hat die Lufthansa ihre Piloten angewiesen, auf bestimmten Flügen mehr Kerosin als eigentlich nötig zu tanken – das sogenannte Tankering. Damit soll der Bedarf an zusätzlichem Treibstoff direkt in Frankfurt sinken. Betroffen sind demnach vor allem Kurz- und Mittelstreckenflüge, zunehmend aber auch Langstrecken.

Für Flugzeuge der Airbus-A320-Familie gelten laut „Bild“ Obergrenzen von acht Tonnen zusätzlichem Kraftstoff. Bei der Flugplanung soll gleichzeitig darauf geachtet werden, dass das Mehrgewicht keine Einschränkungen bei Passagieren oder Fracht verursacht.

Wie geht’s weiter?

Die Lufthansa betont, man wolle mit den Maßnahmen einen verlässlichen Flugbetrieb sicherstellen. Nach Angaben der „Bild“-Zeitung sollen die Maßnahmen bis auf Weiteres gelten und je nach Entwicklung der Lage angepasst werden. Wie der Spiegel berichtet, kommt die Nachricht ausgerechnet in der Phase, in der viele Bundesländer in die Herbstferien starten oder schon mittendrin sind – also genau dann, wenn am Flughafen Frankfurt besonders viel los ist.

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Quellen

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