
Nach einem Brand auf einem Frankfurter Schulgelände verschiebt sich der Unterrichtsstart. Grund sind beschädigte Wasserleitungen, die Polizei ermittelt wegen…
Nach den Herbstferien wird es an einer Frankfurter Schule nicht wie geplant losgehen! Grund ist ein Brand auf dem Schulgelände im Stadtteil Dornbusch, der während der Ferien ausgebrochen war. Betroffen sind gleich zwei Schulen, die sich das Gelände teilen – und für eine davon verschiebt sich der Unterrichtsstart jetzt nach hinten.
Wie das Baudezernat der Stadt Frankfurt mitteilt, sind durch den Brand drei Leckagen in der Wasserversorgung entstanden. Die Versorgung beider Schulen sei dadurch aktuell noch nicht möglich. Geplant ist, den Schulbetrieb an der Anne-Frank-Schule voraussichtlich ab dem 19. Oktober wieder aufzunehmen – das ist der Montag nach dem Ende der Herbstferien. An der Viktor-Frankl-Schule soll es laut Baudezernat voraussichtlich erst am 21. Oktober wieder losgehen.
Anwohner hatten das Feuer in der vergangenen Woche gemeldet, die Feuerwehr rückte mit einem Großaufgebot an. Wie die FAZ berichtet, wurden Einsatzkräfte gegen 2.30 Uhr wegen Brandgeruchs alarmiert, zeitweise waren bis zu 150 Kräfte der Berufs- und freiwilligen Feuerwehr vor Ort. Die Flammen konnten noch am Morgen gelöscht werden. Schwierig gestaltete sich der Einsatz laut FAZ durch die große Menge an Kisten und Gegenständen im Gebäude, die weiter schwelten und unter Atemschutz mit Mistgabeln und Schaufeln ins Freie getragen werden mussten.
Verletzt wurde bei dem Brand niemand. Da in Hessen zum Zeitpunkt des Feuers Schulferien waren, befanden sich keine Schüler auf dem Gelände. Eine Warnung des Bundesamts für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe wegen Brandgeruchs wurde noch am selben Morgen wieder aufgehoben.
Im betroffenen Gebäudeteil lagerte eine Hilfsorganisation Sachspenden und Hilfsgüter für die Ukraine. Wie die FAZ berichtet, nutzt die Initiative Frankfurt for Ukraine bereits seit mehreren Jahren Räume auf dem Gelände der Viktor-Frankl-Schule, um Spenden zu sammeln und an Stiftungen, Hilfsorganisationen und Krankenhäuser in der Ukraine weiterzugeben.
Nach Angaben der Frankfurter Polizei gehen die Ermittler aufgrund der Spurenlage davon aus, dass unbekannte Täter den Brand gelegt haben. Das Staatsschutzkommissariat ist mittlerweile in die weiteren Ermittlungen eingebunden – dieses kommt zum Einsatz, wenn politische Motive vermutet werden. Die Polizei sucht nach Zeugen.
Wie hoch der entstandene Schaden letztlich ist, steht laut Baudezernat noch nicht fest. Für die betroffenen Schüler und Familien heißt es also erstmal: ein paar Tage länger Ferien – und dann hoffentlich ein reibungsloser Neustart im Klassenzimmer.






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