
Die Keltersaison 2026 ist eröffnet! In Frankfurt-Griesheim laufen die Apfelpressen wieder – was ihr zur Ernte und zum Stöffsche-Trend wissen müsst.
Was dem Pälzer sein Woi, ist dem Hesse sein Stöffsche – und pünktlich zum Herbst ist es wieder so weit: Die Keltersaison 2026 hat offiziell begonnen! Am 10. September starteten die Apfelpressen in und um Frankfurt wieder auf Hochtouren, und das Rhein-Main-Gebiet duftet nach dem, was hier fast schon Kultstatus hat: frisch gepresstem Apfelwein.
Den symbolischen Startschuss für die Saison gab es bei der Familienkelterei Nöll in Frankfurt-Griesheim – und das auf besonders herzliche Art: Der Nachwuchs der Familie durfte dort eigenhändig die Presse anwerfen. Schöner kann man das Weitergeben einer echten Frankfurter Tradition kaum zeigen!
Zum Saisonauftakt reiste auch Martin Heil, Verbandschef des Verbands Hessischer Apfelweinkeltereien, nach Griesheim. Und der Mann hat Grund zur Freude: Apfelwein ist mehr als nur ein Getränk. Wie Heil es selbst auf den Punkt bringt: „Das ist einmal nicht nur eben ein leckeres Getränk – sondern auch starke regionale Identität.“ Genau das spürt ihr doch auch, oder?
Klar, der Trend zu internationalen Sorten ist nicht von der Hand zu weisen. Der regionale Absatz von reinem Apfelwein ist in den vergangenen Jahren laut Heil leicht zurückgegangen. Aber gleichzeitig wächst die Wertschätzung für das Lokale wieder: Die Menschen kennen ihre Keltereien, schätzen die kurzen Wege und das Vertrauen in heimische Betriebe. „Dass jeder irgendwie ne Kelterei um die Ecke hat“ – das ist eben das, was Frankfurt ausmacht.
Dazu punkten die hessischen Keltereien inzwischen auch mit modernen Produkten: Cider, Mixgetränke und alkoholfreie Varianten liegen im Trend und bringen neues Publikum an den Bembel. Der Apfelwein erfindet sich also ein bisschen neu – ohne seine Wurzeln zu vergessen. Der Sound der Weltstadt trifft auf echtes Hessen-Feeling!
Jetzt die weniger rosige Nachricht: Die Ernte 2026 wird kleiner ausfallen als im Vorjahr. Der Grund? Ein zu trockener Sommer. Zu lange kein Regen, die Äpfel sind klein geblieben, und viele sind schon im Juni und Juli vom Baum gefallen. Martin Heil fasst es nüchtern zusammen: „Die Ernte wird ein bisschen kleiner werden als letztes Jahr. Der Sommer war einfach zu trocken.“
Die gute Nachricht: Die Qualität der Äpfel, die es geschafft haben, ist hervorragend. Weniger, aber besser – das klingt nach einem Jahrgang, der sich trotzdem sehen lassen kann!
Unter dem Motto „Äpfel gehören ins Glas“ rufen die hessischen Keltereien auch in dieser Saison wieder alle Menschen im Rhein-Main-Gebiet auf: Lasst eure Äpfel nicht einfach im Garten hängen oder auf dem Boden verfaulen! Bringt sie in eure lokale Kelterei. Als Dankeschön gibt es Apfelwein oder Apfelsaft – und ihr unterstützt gleichzeitig ein echtes Stück Frankfurter Kulturgut.
Also: Augen auf beim nächsten Spaziergang durch den Garten oder über die Streuobstwiese. Jeder Apfel zählt – und landet am besten im Glas. Prost auf die Keltersaison 2026! 🍎


Das MAK Frankfurt zeigt mit „On Display



Das MAK Frankfurt zeigt mit „On Display

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