
Hessens Kulturkoffer feiert 10 Jahre: 361 Projekte, fünf Millionen Euro und kulturelle Bildung für Kinder von 3 bis 27 Jahren – unabhängig vom Geldbeutel der…
361 Projekte, 525 Kooperationspartner:innen und rund fünf Millionen Euro – der Kulturkoffer feiert sein zehnjähriges Bestehen! Und was für eine Reise das war. Hessens einzigartiges Förderprogramm für kulturelle Bildung hat sich in den letzten zehn Jahren zu einer echten Erfolgsgeschichte entwickelt. Gefeiert wurde das Jubiläum im Netzwerk Seilerei – mit gefüllten Champignons, Schnittlauchbrot, Sekt und einer ganz besonderen Hüpfburg des Theaters „Grüne Sosse“. Klingt nach einer Party, die wirklich was zu sagen hat!
Das Ziel des Kulturkoffers ist so simpel wie wichtig: kulturelle Bildung barrierefrei an Kinder und Jugendliche von drei bis 27 Jahren bringen – völlig unabhängig vom Geldbeutel der Eltern. Lothar Behounek, Vorsitzender der Landesvereinigung Kulturelle Bildung e.V. (LKB), betont, wie sehr sich das Programm in den zehn Jahren weiterentwickelt hat. Gesellschaftliche Krisen wie die Corona-Pandemie? Der Kulturkoffer hat sich angepasst und weitergemacht.
Steffen Wachter, Vorsitzender des hessischen Volkshochschulverbandes, hebt hervor: „Unser Programm ist breit gefächert.“ Und das stimmt wirklich. Ein Hauptaugenmerk liegt auf migrantischen und inklusiven Communities sowie auf dem ländlichen Raum in Hessen. Neben etablierten Kultureinrichtungen zählen inzwischen immer mehr soziale Organisationen von Menschen, die Diskriminierung oder strukturellen Ausschluss erfahren, zu den Antragsteller:innen.
Was den Kulturkoffer so besonders macht? Die Projekte, die dabei entstehen! Nana Melling, Pressesprecherin des Kulturkoffers, erzählt begeistert von einem Projekt in einem Friseursalon, bei dem Kinder echten Modellen die Haare schneiden durften. „Durch meine frühkindliche kulturelle Bildung habe ich gemerkt, dass meine Stimme wirkmächtig ist“, erklärt Melling. Genau dieses Gefühl von Selbstwirksamkeit will sie an die nächste Generation weitergeben.
Solche Momente zeigen, wie wichtig sogenannte dritte Orte sind – also Lernorte außerhalb von Familie und Schule. Ein weiteres Highlight: Ein Hip-Hop-Tanztheater, bei dem Jugendliche, die sich vorher nicht kannten, am Ende eine echte Gemeinschaft bildeten. „Jetzt sind sie eine Gang“, schwärmt ein Projektträger. Frankfurt und die ganze Region können stolz auf so viel kreative Energie sein!
Besonders spannend ist das Konzept „Bulliwood“: Ein umgebauter Bus fährt gezielt Kindergruppen im ländlichen Raum an und produziert mit ihnen partizipative Filme. So erreicht der Kulturkoffer auch die, die sonst vielleicht keinen Zugang zu solchen Angeboten hätten. Kulturelle Bildung macht eben nicht an der Stadtgrenze halt – das ist der Sound, den wir lieben!
Behounek bringt es auf den Punkt: Er hält es gerade in der heutigen Gesellschaft für entscheidend, Bildung zu fördern, die kritisches Hinterfragen und sozialen Zusammenhalt lehrt. Und das ist eine Botschaft, die auch für Frankfurt und das gesamte Main-Gebiet gilt.
Du willst selbst ein Projekt einreichen? Antragsberechtigt sind unter anderem gemeinnützige Einrichtungen mit Sitz in Hessen. Den Antrag kannst du bei der Landesvereinigung Kulturelle Bildung sowie per E-Mail an kulturkoffer@lkb-hessen.de einreichen. Alle Kriterien sind online einsehbar. Jetzt reinhören – oder besser: Jetzt mitmachen und Teil dieser Erfolgsgeschichte werden!


Das MAK Frankfurt zeigt mit „On Display



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