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Junior Brass begeistert in Nidda: Publikum klatscht, springt auf und fordert Zugabe!

Junior Brass begeisterte in der Stadtkirche Nidda mit einem mitreißenden Konzert – vom Grammy-Gewinner bis zu Queen.

Redaktion
·
20. August 2026
Bild ist mit Hilfe von KI generiert
Zuletzt aktualisiert: vor 1 Stunde

Wenn junge Bläser eine Kirche zum Beben bringen

Was für ein Abend in der evangelischen Stadtkirche Nidda! Das Bläserensemble Junior Brass hat beim Konzert der Reihe „Nidda in Concert“ alles gegeben – und das Publikum hat es mit Standing Ovations, begeisterten Pfiffen und spontanem Mitsingen zurückgegeben. 30 Musikerinnen und Musiker zwischen 13 und Ende 20 Jahren haben gezeigt, was echte Leidenschaft und handwerkliche Präzision zusammen auslösen können. Das ist der Sound, der bleibt!

Von Videospiel-Hymnen bis Game of Thrones

Stefan Betz, Vorsitzender des Freundeskreises Kirchenmusik an der Stadtkirche Nidda, stellte das Ensemble zu Beginn vor: Junior Brass ist ein junger Auswahlchor aus ganz Oberhessen und Nordnassau, besetzt mit Trompeten, Flügelhörnern, Englischhorn, Posaunen und Tubas. Geleitet wird das Ensemble von Hanna Christmann und Johannes Becker.

Die junge Moderatorin Jenny Döpfer führte das Publikum durch ein abwechslungsreiches Programm – und startete gleich mit einer spannenden Geschichte: Christopher Tins „Baba Yetu“ wurde 2005 als Titelmusik für das Videospiel „Sid Meier’s Civilization IV“ komponiert und gewann 2011 einen Grammy. In der Bläserversion beeindruckte das Werk durch strahlende Klangfarben und den kraftvollen Wechsel zwischen dynamischen und ruhigen Passagen.

Die musikalische Reise führte anschließend buchstäblich in den Weltraum: Johannes Becker dirigierte „Battlestar Galactica“ mit der markanten Melodiestimme des Englischhorns sowie „Star Trek: The Next Generation“ – Aufbruch und Unruhe inklusive. Danach gab es einen emotionalen Ruhepunkt: Hanna Christmann gab den Einsatz zu John Rutters „Der Herr segne dich, der Herr behüte dich“ – zurückhaltend, aber mit wachsender, bittender Intensität.

Disney, Queen und Sportfreunde Stiller – für jeden was dabei

Ein Disney-Medley weckte Kindheitserinnerungen: Die Melodien aus „Die Kleine Meerjungfrau“, „Die Schöne und das Biest“, „Aladdin“, „Pocahontas“ und „Der König der Löwen“ ließen die Herzen höherschlagen. Loreen Bach aus Ulfa dirigierte danach „Fix you“ von Coldplay – ein Stück, das von zartem Beginn zu triumphalen Tubas und Posaunen anschwoll und Jubel und Pfiffe erntete.

Nach der Pause sorgte Hanna Christmanns eigenes Arrangement von „The Iron Throne“ aus „Game of Thrones“ für Gänsehaut: Fanfaren, markante Staccati und dramatische Forte-Passagen prägten das Werk. Besonders herausragend: das anspruchsvolle Tuba-Solo von Simon Boomgarden. Temperamentvoller Applaus brandete auf.

Den absoluten Höhepunkt des Abends lieferte Junior Brass mit „Don’t stop me now“ von Queen – als „Gratwanderung zwischen Lebensfreude und Größenwahn“ angekündigt und unter der Leitung von Florian Eitzenhöfer so mitreißend gespielt, dass das Publikum spontan den Rhythmus mitklatschte. Gänsehaut pur!

Eine Zugabe, die niemand missen wollte

Als das letzte Stück des Abends angekündigt wurde, ging ein lang gezogenes, bedauerndes Raunen durch die Reihen. Japhet Staab trat ans Dirigentenpult und ließ „Ein Kompliment“ der Sportfreunde Stiller erklingen – als musikalisches Kompliment ans Publikum. Die Reaktion? Die Zuhörerinnen und Zuhörer sprangen von den Sitzen, spendeten lang anhaltenden Applaus und bestanden auf einer Zugabe.

So dirigierte Jenny Döpfer zum krönenden Abschluss das gefühlvolle „In Dreams“ aus „Der Hobbit“ – ein letzter, magischer Moment eines unvergesslichen Abends.

Zwei Jahrzehnte Leidenschaft und Ausbildung

Junior Brass blickt auf eine beeindruckende Geschichte zurück: Vor zwei Jahrzehnten vom damaligen EKHN-Landesposaunenwart Albert Wanner gegründet, spielt heute bereits die zweite Generation mit. Die Musikerinnen und Musiker wurden in Bläsergruppen evangelischer Kirchengemeinden vorbereitet – unter anderem in Schotten durch Dr. Johannes Brumhardt. Von Anfang an wurde großer Wert auf eine sorgfältige Ausbildung, Moderation und Dirigat gelegt. Hanna Christmann bringt es auf den Punkt: „Wir haben Johannes Brumhardt und Albert Wanner viel zu verdanken.“

Ein Ensemble, das zeigt: Junge Musik aus der Region kann mitreißen, bewegen und begeistern. Jetzt reinhören – und wer weiß, vielleicht erleben wir Junior Brass bald auch im Main-Gebiet!

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